„Löwen“ in Herrenchiemsee

By admin - Last updated: Dienstag, Juni 21, 2016

Die Bayerische Schlösserverwaltung bereist die Regionen Bayerns mit einer großen Wanderausstellung über Bayerns beliebtes Wappentier, die in den Schlössern und Burgen jeweils für etwa sechs Wochen Station machen wird.

Noch bis zum 26. Juni 2016 ist die Ausstellung im Neuen Schloss Herrenchiemsee (täglich von 9-18 Uhr) zu besichtigen.

Die Ausstellung ist im Eintrittspreis des Neuen Schlosses Herrenchiemsee enthalten, kann jedoch zum Preis von2,- Euro auch separat besichtigt werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten freien Eintritt.

Begleitend zur Wanderausstellung ist eine

Publikation mit dem Titel »Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen«

erschienen (143 Seiten · zahlreiche Abbildungen · 10,- Euro). Diese ist an den Ausstellungsorten und im Online-Shop der Bayerischen Schlösserverwaltung erhältlich. Eine Besprechung des Buches finden Sie hier.

Weitere Informationen, Ansprechpartner und vor allem Details zu den Themen der Ausstellung finden Sie hier:

http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/aktuell/aktuell/loewen-ausstellung.htm

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Treffen der „Freunde König Ludwig II.“ in Schwangau vom 9. bis 12. Juni 2016

By admin - Last updated: Sonntag, Juni 5, 2016

Das diesjährige (15.) Treffen der „Freunde König Ludwig II.“ findet wieder in Schwangau von Donnerstag, 09.06., bis Sonntag, 12.06.2016, statt.

Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie hier: http://www.ludwigiana.de/koenig-ludwig-freunde/

Plakatwand FKL_2016-Plakat einzeln

 

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Bayerns unglücklichster König – Otto I., der Bruder Ludwigs II.

By admin - Last updated: Mittwoch, Januar 20, 2016
Alfons Schweiggert: Bayerns unglücklichster König

Alfons Schweiggert: Bayerns unglücklichster König

Bayerns unglücklichster König
Otto I., der Bruder Ludwigs II.
Alfons Schweiggert
Verlag Sankt Michaelsbund, München 2015
ISBN 978-3943135664
288 Seiten, 19,90 EUR

Bereits 1992 veröffentlichte der emsige Autor Alfons Schweiggert ein 159-seitiges Bändchen zum „Schattenkönig – Otto der Bruder König Ludwig II. von Bayern – ein Lebensbild“. Nachdem er sich inzwischen mit der Psychopathologie Ludwigs intensiv beschäftigt hat und den Arzt Dr. Bernhard von Gudden vorstellte, publizierte der Autor ein Buch über Gudden und war Kurator einer Ausstellung in Benediktbeuern. So ist es nur folgerichtig, mit der Herausgabe eines neuen Buches „dem Schattenkönig Otto I. mit diesem spannenden Lebensbild ein ergreifendes Denkmal“ zu setzen.

Der Autor

Alfons Schweiggert veröffentlichte vielbeachtete Bücher über König Ludwig II., u.a. „Der Kronprinz. Kindheit und Jugend Ludwigs II.“ (1985); „Ludwig II. Seine triumphale Frankenreise“ (2011); „Die letzten Tage König Ludwigs II. von Bayern“ (2014); „Dr. Bern-hard von Gudden, der Gutachter Ludwigs II.“ (2014). Seine Bücher sind immer hervorragend recherchiert und in einem Stil geschrieben der gleichzeitig spannend aber auch lehrreich ist. Es geht ihm beim Schreiben immer darum den Leser mit seinen Sachbüchern so zu faszinieren, dass dieser sie gerne liest, wie einen spannenden Roman.

Das Buch

Das Buch im Format 14,4 x 21,3 cm ist gut aufgemacht. Neben einem Textteil befinden sich in der Mitte 16 thematisch geordnete Bildseiten in schwarz/weiß und auch in Farbe. Einige noch nie veröffentlichte Portraits des verrückten Königs sind dort zu finden. Das umfangreiche Inhaltsverzeichnis zeigt, dass die einzelnen Kapitel und Unterkapitel kurzgehalten sind, was dem Lesefluss sehr zuträglich ist. Eine Zeittafel am Schluss des Buches lässt das Leben von Otto I. noch einmal in Kurzform am Leser vorüberziehen. Ganz selbstverständlich gehören zu einem guten Sachbuch ein Literaturverzeichnis, ein Nachweis der Bilder und ein Personenregister. Für die Fachleute ganz wichtig sind die Fußnoten, die immer wieder die Quellen angeben aus denen Schweiggert geschöpft hat.

König Otto I. von Bayern

In der Aufzählung der bayerischen Könige wird Otto zumeist regelrecht vergessen oder gar mit seinem Onkel, König Otto I. von Griechenland (1815-1867), verwechselt. Er verkümmert zur Randnotiz in Bayerns Geschichte, siechte er doch mehr als die Hälfte seines Lebens, an einer unheimlichen Geisteskrankheit leidend, in Schloss Fürsten-ried dahin, ohne auch nur eine Stunde lang zu regieren. Er starb mit 68 Jahren. Seine Regierungszeit war immerhin die längste eines bayerischen Königs. Sie ging von 1886 bis 1916, also 30 Jahre.

Der Inhalt

König Ludwig II. von Bayern kennt alle Welt. Tausende Bücher, Artikel und Aufsätze wurden über ihn veröffentlicht. Über seinen Bruder Otto ist nur wenig bekannt. Alfons Schweiggert selbst hat im Jahre 1992 schon einmal ein Buch über Otto I. veröffentlicht, das den Titel „Schattenkönig“ trägt. 1999 hat der Autor Wolfgang Müller in einem Buch diesem König einen längeren Artikel gewidmet. Die nun vorliegende neue Biographie geht aber viel weiter. Sie beschreibt in chronologischer Reihenfolge Prinz Ottos Kindheit und seine Jugendjahre. Dann befasst sich Schweiggert sehr ausführlich über die Krankheit des bayerischen Königs und das in einer Genauigkeit die fasziniert und erstaunt. Dies alles wurde bisher unter Verschluss gehalten und noch niemals so zusammenhängend der Öffentlichkeit präsentiert. Dann befasst sich der Autor mit dem Thema: Warum wurde Prinz Otto König, obwohl er doch verrückt war? Die meiste Zeit verbrachte der verrückte König hinter verschlossenen Türen, zuletzt als „Einsiedler von Fürstenried“. In einem weiteren Kapitel wird der Tod von König Otto thematisiert, der im Jahre 1916 eingetreten ist. In dem Kapitel „König Otto I., der vergessene König“ befasst sich Schweiggert mit den vielen Gerüchten und seltsamen Geschichten um König Otto. Diese sind mindestens genauso spannend wie die über König Ludwig II. Seit dem Tod dieses Königs haben sich viele Psychiater Gedanken über die Krankheit Ottos gemacht und lange Abhandlungen geschrieben. Auch diese werden ausführlich dargestellt. Im letzten Kapitel, mit Epilog betitelt, geht der Autor auf Suche nach des Spuren König Ottos I., welche in Bayern noch zu finden sind.

Resümee

Es wurde Zeit, dass dieses Buch geschrieben wurde. Wer König Ludwig II. verstehen will, muss auch das Leben und Schicksal seines Bruders kennen. Beide waren ein Leben lang enger miteinander verbunden, wie bisher angenommen wurde. Die Einblicke, die das Buch in das tragische Schicksal Ottos gewährt, lässt so manche Verhaltensweisen und Aktivitäten Ludwigs II. besser verstehen. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

Die Ausstellung

Zu seinem Buch über den Arzt Dr. Bernhard von Gudden gab es in Benediktbeuern und in Prien eine von ihm selbst zusammengestellte sehr erfolgreiche Ausstellung. Auch zu dem vorliegenden Buch über König Otto I. von Bayern hat Alfons Schweiggert eine Ausstellung zusammengestellt die im Sommer ebenfalls in Benediktbeuern zu sehen sein wird. Darauf darf man sicherlich gespannt sein, denn über diesen relativ unbekannten bayerischen König hat man sich noch niemals die Mühe gemacht, ihn der bayerischen Bevölkerung näher zu bringen. Das hat einen ganz einfachen Grund – Otto I. war verrückt. Die Ausstellung wird vom 12. Mai 2016 bis zum 12. Juli 2016 in Benediktbeuern zu sehen sein.

(c) Erich Adami

Die Vernissage der Ausstellung findet am 12. Mai 2016 statt. Zu dieser Ausstellung haben sich bereits einige Fachleute zu Vorträgen bereit erklärt, so  Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München über „Ottos Krankheit und die Münchner Psychiatrie“, Dr. Hadumod Bußmann über „Die Beziehung Prinzessin Thereses von Bayern zu Otto“, Prof. Dr. Reinhard Steinberg, ärztl. Direktor a. D. des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie über „Ottos Erkrankung“ und Prof. Dr. Matthias M. Weber, Leiter des Historischen Archivs des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, über „König Ottos Aufenthalt in Schloss Fürstenried“.

Am 09. Juni 2016, 19:00 Uhr, findet in der Münchner Buchhandlung Lesetraum, Herzog-Wilhelm-Str. 5, die Buchpräsentation der Biographie über Otto I. statt.

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Restauratoren reinigen im Marstallmuseum den Kleinen Galawagen König Ludwigs II.

By admin - Last updated: Freitag, Dezember 18, 2015

Restauratoren reinigen im Marstallmuseum den Kleinen Galawagen König Ludwigs II.

Besucher können die Arbeiten am Prunkfahrzeug beobachten

Wie die Bayerische Schlösserverwaltung bekannt gibt erwartet die Besucher des Marstallmuseums derzeit eine besondere Attraktion: Noch etwa zwei Wochen dauern die Restaurierungsarbeiten am Kleinen Galawagen König Ludwigs II. In rund 450 Arbeitsstunden reinigen Restauratoren vor Ort die Gold-Fassung der rund zwei Tonnen schweren und prunkvollen Kutsche. Sie konservieren die wertvolle Fassung bzw. ergänzen sowie retuschieren diese. Dasselbe gilt für Metallteile und die vergoldeten Bronzen. Die Kosten dafür belaufen sich zusammen mit der Sicherung und Konservierung der Textilien auf rund 45.000,- Euro.

Nach der Restaurierung des Neuen Galawagens (2014/2015), des Zweiten Nymphenschlittens (2013) und des Galaschlittens mit Putten (2011) ist der Kleine Galawagen das vierte Fahrzeug König Ludwigs II., das bald in neuem Glanz erstrahlen wird.

Großzügig finanziert wird die Restaurierung von der Meitinger-Stiftung. Prof. Dr. Otto Meitinger, der die Stiftung gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Dr. Erika Meitinger und seiner verstorbenen Schwester Dr. Charlotte Meitinger errichtet hat, war bis 1995 Präsident der Technischen Universität München, leitete als Architekt und Denkmalpfleger in den 1950er Jahren den Wiederaufbau der Residenz München und ist den Schlössern und ihren Kunstsammlungen sehr verbunden.

Der Kleine Galawagen – ein Multifunktionsfahrzeug mit Rädern und Kufen

Der Kleine Galawagen von 1878 (Schlitten mit Kasten) bzw. 1879 (Wagenkasten) ist das einzige erhaltene Multifunktionsfahrzeug des Münchner Hofs, der stets Kutschen mit Ersatz-Schlittenkufen für den Winter besaß. Trotz der prunkvollen Ausführung im Stil des Neo-Rokoko mit detailreichem figürlichen Schnitzwerk war der Wagen ein funktionsfähiges Fahrzeug, das in der Umgebung von Schloss Linderhof und Hohenschwangau von Ludwig II. für Fahrten zu jeder Jahreszeit verwendet wurde.

Im Sitzkasten befand sich ehemals eine Elektro-Batterie, mit der die Glaslaternen beleuchtet werden konnten. Der Königliche Hofwagenfabrikant Johann Michael Mayer erhielt für den „neuen blauen Prachtschlitten“ die stattliche Summe von 140.000 Mark, für das Wagengestell nochmals rund 118.000 Mark. Die kostbaren Gala-Geschirre (es wurde sechsspännig gefahren, in roter oder blauer Ausstattung) kosteten pro Geschirr ca. 5.500 Mark, also waren zwei komplette Geschirrsätze 66.000 Mark wert.

Das Marstallmuseum

Die weltweit einzigartige Sammlung von Kutschen König Ludwigs II. sowie der gesamte Bestand von Staats- und Galawagen der Wittelsbacher – insgesamt über 40 Fahrzeuge aus über 300 Jahren – war bis zum 2. Weltkrieg im alten Marstall am Marstallplatz nahe der Münchner Residenz untergebracht. 1952 wurde das Marstallmuseum in den ehemaligen Stallungen des Nymphenburger Schlosses eingerichtet. Das Marstallmuseum zählt zu den bedeutendsten seiner Art weltweit.

(c) Bayerische Schlösserverwaltung

Lesen Sie dazu auch unsere Rezension des Katalogs der Staats- und Galawagen der Wittelsbacher

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Löwen in Bayern – der bayerische Löwe

By mifu - Last updated: Sonntag, August 23, 2015
Besucherinformation 2015

Besucherinformation 2015 Staatliche Schlösser und Gärten in Bayern.

Jedes Jahr erscheint eine aktualisierte Besucherinformation (zweisprachig: deutsch/englisch) von der Bayerischen Schlösserverwaltung mit den wichtigsten Informationen zu den Staatlichen Schlössern und Gärten in Bayern.

Jeder Sehenswürdigkeit ist (mindestens) eine Seite gewidmet: Ein Foto mit einer kurzen Erläuterung wird flankiert mit einer farblich abgesetzten Info-Spalte.

Darin findet man „Information“, also Anschrift und Kontaktmöglichkeiten (Telefon, Telefax, Mail) und – falls vorhanden – die Internet-Adresse. Dazu werden die Öffnungszeiten, die jahreszeitlich variieren können, und Daten zu Führungen angegeben. Auch Preise und Informationen für behinderte Besucher sind nicht ganz unwichtig, ebenso wie meist vorhandene Museumsläden und Cafés. Parkplätze und vor allem die Möglichkeiten der Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr werden angegeben.

Das Heft wird mit einer ausklappbaren Übersichtskarte und einer alphabetischen Objektliste abgerundet.

Wer also die ganzen Angebote der 45 Burgen, Schlösser und Residenzen und 25 historischen Gärten genießen möchte, sollte sich das schmale Heftchen für 1 Euro zulegen und wird an einer günstigen Jahreskarte (45 Euro) nicht vorbeikommen. Es lohnt sich!

Die Broschüre gibt es in den Shops, kann aber auch direkt bestellt werden.


Nicht ganz zufällig ist auf dem Titelbild der Broschüre ein „schildhaltender Löwe“ vor der Residenz in München abgebildet.

2015 steht nämlich ganz im Zeichen des bayerischen Löwen – diesem widmet sich eine Wanderausstellung, die den Löwen aus und in verschiedenen Perspektiven zeigt.

Die Ausstellung begann am 22.05.2015 in der Residenz München und ist inzwischen zur Residenz Ansbach gewandert (dort bis 13.09.2015). Weitere Standorte werden sein: Schloss Johannisburg in Aschaffenburg (02.10.-15.11.2015), Schloss Neuburg an der Donau (04.12.2015-24.01.2016), Neue Residenz Bamberg (19.02.-03.04.2016) und schließlich Neues Schloss Herrenchiemsee (06.05.-26.06.2016).

Der vollständige Informations-Prospekt kann hier heruntergeladen werden.


 

Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen

Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen. Eine Sonderedition des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.

Zu dieser Wanderausstellung ist eine Sonderedition des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat erschienen.

Die 144 Seiten starke Publikation ist für 10 Euro zzgl. Versandkosten bei der Schlösserverwaltung erhältlich.

Dabei handelt es sich nicht speziell um einen Ausstellungskatalog, sondern eher eine Ergänzung zur Ausstellung mit zahlreichen Informationen zu den Objekten, die natürlich auch vorgestellt werden. Darüber hinaus ist es eine exzellente Präsentation der verschiedenen Orte, an denen eben jener Löwe dargestellt wird.

Obwohl es im Europa des Mittelalters keine (frei lebenden) Löwen gab, wurden sie aber in den antiken Mythologien schon erwähnt. Auch in Dichtung und Fabeln (wie z. B. der Bibel) kommt der Löwe ebenso wie als Beinamen (z. B. Richard Löwenherz) vor.

Als Wappen und Symbol taucht der Löwe etwa Anfang des 12. Jahrhunderts auf und steht für Vornehmheit, Tapferkeit, Ritterlichkeit, Kraft, Stärke, Mut und natürlich Macht.

Warum ist der Löwe aber nun Bayerns Wappentier?

Dr. Markus Söder, MdL, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, schreibt dazu im Vorwort:

Der Löwe als heraldisches Symbol ist kurzpfälzischen Ursprungs und stand darüber hinaus jahrhundetelang für Altbayern. (…) Unter anderem steht er auch für das Land Bayern, dessen Symboltier er besonders im 19. Jahrhundert wurde. Damit bildete er eine Alternative zum preußischen Adler.

Zu den Exponaten und deren Auswahl schreibt Dr. Söder:

Für die Wanderausstellung werden Löwen aus den verschiedenen bayerischen Regionen, unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Materialien zusammengeführt. Die ausgewählten Exponate stellen eine „Menagerie bayerischer Löwen“ dar und erzählen unterschiedliche Geschichten zu ihrer Herkunft, Bedeutung und Funktion.

In fünf Kapiteln geht das Autorenkollektiv der Museumsabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung, München, auf die Fährte des bayerischen Löwen:

Wenn auch König Ludwig II. von Bayern ein bisweilen gespaltenes Verhältnis zu Bayern hatte, so war es doch seine Heimat und selbstverständlich taucht der bayerische Löwe auch in/bei seinen Bauten auf. So z. B. auf dem Dach von Neuschwanstein und im Park von Linderhof.

Katharina Heinemann M.A., Referentin in der Museumsabteilung der Schlösserverwaltung, schreibt (S. 94) über den „unerwünschten Löwen“ in Schloss Herrenchiemsee. Im Paradeschlafzimmer, das dem französischen König Ludwig XIV. gewidmet ist, mussten Löwen als Halter des Rautenwappens zwei Jahre nach deren Fertigstellung (1883) entfernt werden. Die Bavaria mit ihrem Löwen wacht aber bis heute an der Stirnwand oberhalb des Bettbaldachins. Für Heinemann Ausdruck „einer gewissen Inkonsequenz“.

Das Buch ist graphisch ganz hervorragend und mit den zahlreichen Bildern unterhaltsam gestaltet. Es ist darüber hinaus lehrreich mit Informationen zur Heraldik und natürlich zur bayerischen Geschichte.

(c) Michael Fuchs, Berlin
August 2015


 

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Gudden-Ausstellung – Ein Rückblick

By mifu - Last updated: Mittwoch, Juli 8, 2015

Dr. Bernhard von Gudden, der Gutachter König Ludwigs II.

Rückblick auf die die Ausstellungen in Benediktbeuern und Prien und Ausblick

„Eine Ausstellung über Dr. Bernhard von Gudden, die gehört verboten. Über diesen unverantwortlichen Gutachter ist doch längst alles gesagt. Er ist und bleibt eine Unperson für einen jeden, der König Ludwig II. verehrt!“ Solche polemischen Forderungen wurden bereits 2013 im Vorfeld der für 2014 geplanten Ausstellung „Dr. Bernhard von Gudden, der Gutachter König Ludwigs II.“ laut, plagte doch einige Ludwig II.-Verehrer die – allerdings unbegründete – Angst, schon allein dadurch, dass man diesem Psychiater Aufmerksamkeit schenkt und ihn zu verstehen sucht, sei eine Verunglimpfung des Königs beabsichtigt.

Um es deutlich zu sagen: Die Ausstellung über Dr. Gudden, die vom 15. Mai bis 17. Juli 2014 im Kloster Benediktbeuern gezeigt wurde, entpuppte sich keinesfalls als Ausstellung gegen Ludwig II., sondern als eine Schau, die versuchte der Person und dem Werk jenes Psychiaters gerecht zu werden, der 1886 über Ludwig II. ein psychiatrisches Gutachten anfertigte. Die Ausstellung hatte das gesamte 62 Jahre währende Leben dieses Arztes im Blick und nicht nur die Tage der sogenannten Königskatastrophe vom 8. bis zu 13. Juni 1886. Wer lediglich diesem kurzen Zeitraum Aufmerksamkeit schenkt, so jemand kann der Person Dr. Guddens keinesfalls gerecht werden.

Kurator A. Schweiggert -Dr. Norbert Göttler- Prof. Dr. Hanns Hippius

Kurator A. Schweiggert -Dr. Norbert Göttler- Prof. Dr. Hanns Hippius

Es ist schon seltsam, dass die Ausstellung die erste seit dem Tod des Psychiaters 1886 war, die sich an eine breite Öffentlichkeit wandte. Zwar waren bereits vorher in medizinischen Fachkreisen, bei Ausstellungen zur Geschichte der Psychiatrie sowie in psychiatrischen Symposien vereinzelt immer wieder Werk und Person Guddens thematisiert worden, auch in Doktorarbeiten und einigen Publikationen, doch vielfach gingen diese Vorhaben an der breiten Öffentlichkeit vorbei. Gerade ein breites Publikum aber war es, das mit dieser Ausstellung angesprochen werden sollte. Deshalb standen vorrangig auch nicht für den Laien oft schwer verständliche medizinische Exponate im Vordergrund, sondern Materialien, die bei einem breiten Personenkreis Interesse wecken wollten.

Dazu gehörte unter anderen ein Exponat, das eine kleine Sensation darstellte. Es handelte sich um die Totenmaske Dr. Guddens, von der selbst ausgewiesene Ludwig II.- Experten nicht wussten, dass sie überhaupt existiert. Die Geschichte ihrer Entdeckung im Städtischen Museum Rosenheim wurde hier erstmals dokumentiert. Die Totenmaske zeigt das Gesicht des Psychiaters mit allen seinerzeit von Augenzeugen beschriebenen Verletzungen und war somit ein bedeutendes Exponat. Sie war erstmals neben der Totenmaske des Königs zu sehen.

Was beabsichtigte diese erste Ausstellung über Dr. Gudden nun eigentlich?

Um es kurz zu sagen, sie wollte über die gesamte Person Dr. Guddens informieren, nicht nur über den Gutachter des Königs, sondern auch über einen wichtigen Psychiater der Vorfreudzeit, über einen gewissenhaften Forscher und Neuroantom, über den modernen Anstaltsleiter und respektierten Hochschullehrer und nicht zuletzt über den Menschen Gudden. Ja, sie wollte informieren, aber auch provozieren, vor allem jene, von denen bisher alle positiven Eigenschaften Guddens kategorisch ausgeblendet wurden und von denen er als unverantwortlicher Arzt diffamiert worden war. Das Ziel dieser Schau war es, zum Überdenken der vielfach vorgefassten Meinungen anzuregen, auch zum Diskutieren über all jene, im Sinne des Wortes „frag-würdigen“ Anschuldigungen, die man gegen diesen Psychiater seit seinem Tod vorgebracht hatte und die man bis heute noch immer vorbringt.

Aber war das wirklich die einzige Absicht?

Gudden-Ausstellung -Interview BR

Gudden-Ausstellung -Interview BR

Bei den Vorarbeiten zu dieser Ausstellung wurde ich mehrfach gefragt, warum mich denn ausgerechnet ein Psychiater interessiert, der doch schon vor immerhin 128 Jahren gestorben war. Sei der Grund also nur der, dass dieser Mann in enger Beziehung zu dem weltweit bekannten König Ludwig II. und dessen rätselhaftem Tod stünde? Sei darüber aber nicht schon alles Wesentliche gesagt und aufgeschrieben worden?

Wer glaubt, die Persönlichkeit Dr. Guddens sei nur im Hinblick auf die Person König Ludwigs II. von Interesse, der übersieht, dass dieser Psychiater zu einer Zeit lebte, in der sich die Psychiatrie erst ganz langsam zu einem ernst zu nehmenden medizinischen Wissenschaftsbereich zu entwickeln begann. Und Dr. von Gudden war als Neurologe einer der Protagonisten dieser Entwicklung. Seine Forschungsergebnisse werden noch heute wahrgenommen. Und wenn im Hinblick auf sein psychiatrisches Gutachten über Ludwig II. immer auch das Verhältnis von Psychiatrie und politischer Macht diskutiert wird, so ist dieser Aspekt ein bis heute aktuelles Thema geblieben, das die Medien beschäftigt.

Warf man Dr. Gudden als einem Vertreter der beginnenden Wissenschaft der Psychiatrie vor, durch sein Urteil einer politisch unliebsamen Person, nämlich Ludwig II., den Stempel der Verrücktheit aufgedrückt zu haben, so wurden im Lauf der vergangenen 128 Jahre ähnliche Vorwürfe auch in anderen Zusammenhängen immer wieder laut. Die Psychiatrie wurde also nicht nur bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mehrfach als politisches Mittel eingesetzt und missbraucht, sondern ebenso danach und wie jüngste Vorwürfe zeigen auch in unserer Zeit und dies nicht nur in uns fernen Regierungssystemen, sondern auch im eigenen Land.

Nicht nur zur Zeit Guddens also, im Lauf ihrer Geschichte stand die Psychiatrie immer wieder auf dem Prüfstand und im Fokus öffentlicher Beurteilung. So verwundert es nicht, dass sich nach dem zweiten Weltkrieg als Gegenbewegung zur Psychiatrie etwa die sogenannte „Antipsychiatrie“ etablierte, deren Kritik sich nicht nur gegen Zwangsmaßnahmen richtet, sondern bis zur vollkommenen Ablehnung von psychiatrischen Diagnosen und Behandlungsmethoden reicht, ja, sich sogar gegen die Anwendung von Neuroleptika mit ihren umstrittenen Nebenwirkungen ausspricht. Fehlerhafte psychiatrisch-forensische Gutachten und falsche Behandlung von Patienten mit Psychopharmaka machen in schöner Regelmäßigkeit Schlagzeilen. Ebenso werden Forderungen nach Korrekturen von Regeln im Umgang mit psychisch kranken Menschen in der breiten Öffentlichkeit lebhaft diskutiert. Immer wieder brechen auch Ängste auf, wenn bekannt wird, dass wieder einmal eine Person aufgrund fehlerhafter Gutachten unrechtmäßig in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Bis heute fordern Kritiker mehr Schutz für betroffene Patienten und eine Verbesserung der Qualität psychiatrischer Versorgung und Behandlung von psychisch Kranken, ein Anliegen, das Dr. von Gudden bereits 1855 in seiner Wernecker Anstalt mit den damals noch erheblich eingeschränkten Möglichkeiten erstmals zu realisieren versuchte.

Es ging in dieser Ausstellung also nicht allein um das Schicksal Dr. Guddens und um sein Verhalten, als die Psychiatrie noch in den Kinderschuhen steckte. Vielmehr stand ein höchst brisantes, und nach wie vor brandaktuelles Thema im Mittelpunkt, das seit Jahrzehnten die Öffentlichkeit beschäftigt, aber gerade auch in den letzten Jahren mehrfach im Fokus des öffentlichen Interesses stand und noch immer steht. Es ging in dieser Ausstellung um die Psychiatrie, um die Entwicklung dieses besonderen und immer wieder auch umstrittenen medizinischen Fachbereichs und um die Einstellung der heutigen Gesellschaft dazu.

Absicht der Schau war es deshalb, dass der in ihr gebotene Einblick in ein kleines Teilstück der Geschichte der Psychiatrie auch Interesse für die Psychiatrie von heute bewirkte, die immer wieder in der Kritik steht, ohne dass berücksichtigt wird, dass sich dieser medizinische Fachbereich mit zwei der am schwierigsten zu erforschenden Kontinente befasst, dem höchst komplizierten Gehirn des Menschen und seiner nicht weniger rätselhaften Psyche.

Gudden Ausstellung - Dr. Norbert Göttler - Kurator A. schweiggert - Walter Leicht. Rosenheim

Gudden Ausstellung – Dr. Norbert Göttler – Kurator A. schweiggert – Walter Leicht. Rosenheim

Als wissenschaftliche Berater standen mir als dem Koordinator der Ausstellung neben Historikern auch etliche Psychiater zur Verfügung, darunter der Ururenkel Guddens, Dr. Wolfgang Gudden, sowie Prof. Hans Förstl, der für den Katalog einen eigenen Beitrag verfasste, ebenso Prof. Adrian Danek, Prof. Reinhard Steinberg und Prof. Gerd Laux, die mit interessanten Vorträgen die Ausstellung begleiteten. Große Zustimmung erfuhr die Schau auch von Prof. Hanns Hippius und Prof. Heinz Häfner. Die sehenswerte Filmdokumentation „Dr. Bernhard von Gudden, Pionier der Hirnforschung und Nervenarzt König Ludwigs II.“ des Regisseurs Michael Harles durfte während des gesamten Ausstellungszeitraums gezeigt werden. Positiv reagierte die Kritik auf den zur Ausstellung erschienenen Buchkatalog „Der Mann, der mit Ludwig II. starb. Dr. Bernhard von Gudden, der Gutachter des bayerischen Königs“ (Husum Verlag), der alle Facetten dieses Arztes auffächert sowie sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe thematisiert und auf ihre Stichhaltigkeit überprüft. Des Weiteren informierte als Ergänzung zum Buchkatalog der im München-Verlag erschienene Band „Die letzten Tage im Leben König Ludwigs II.“ (Erich Adami/ Alfons Schweiggert) minutiös über sämtliche Ereignisse der letzten Tage des Königs.

Infolge des großen Anklangs, den die Ausstellung 2014 in Benediktbeuern fand, wurde sie ein Jahr später im Heimatmuseum Prien vom 16. April bis zum 14. Juni 2015 wiederholt. Die Besucherzahl für beide Ausstellungen belief sich auf viereinhalb bis fünftausend Besucher. Dies berechtigt zur Hoffnung, dass die Ausstellung und damit Leben und Wirken Dr. Bernhard v. Guddens auch künftig nicht in Vergessenheit geraten. Der Historiker Prof. Hermann Rumschöttel, den die Ausstellung sehr beeindruckte – „Sie verdient wirklich größte Aufmerksamkeit!“ – regte an „über eine Präsentation in München nachzudenken. Ich glaube“, so seine Ansicht, „dass man dadurch die Besucherzahl deutlich erhöhen könnte – zumal die Münchner Presse – wenn ich das richtig verfolgt habe – über die Ausstellung sehr positiv geurteilt hat.“

Gudden Vortrag Seidlvilla München - Schweiggert

Gudden Vortrag Seidlvilla München – Schweiggert

Vielleicht könnte die angeregte Wiederholung der Ausstellung in München spätestens im Sommer 2024 zum 200. Geburtstag Dr. Guddens stattfinden. Zunächst aber wird die Präsentation aller Ausstellungstafeln Ende 2016 im Psychiatriemuseum Wasserburg am Inn als Dauerausstellung erfolgen. Dieses Museum gehört zum kbo-Inn-Salzach-Klinikum (Gabersee 7, 83512 Wasserburg am Inn). Die dort präsentierten medizinhistorischen Exponate thematisieren den Weg von der „Kreisirrenanstalt Gabersee“ zum Klinikum in Wasserburg. Und dazu gehört maßgeblich auch die Person Dr. Guddens. Ansprechpartner für die Übernahme der Ausstellung durch andere Interessenten ist künftig also das Psychiatriemuseum Wasserburg. Weitere denkbare Ausstellungsorte, die bereits Interesse äußerten, sind: die Stadt Kleve, Geburtsort Dr. Guddens/ die Psychiatrische Klinik Schloss Werneck; diese Anstalt hat Gudden aufgebaut/ die Stadt München; hier war Dr. Gudden 1872 bis 1886 ordentl. Professor für Psychiatrie / die Münchner Klinik an der Nussbaumstr., deren Vorgänger-Einrichtung Dr. Gudden leitete.

Nach dem Besuch einer Ausstellung über den bis heute umstrittenen Künstler Joseph Beuys schrieb ein Besucher ins ausgelegte Gästebuch: „Ich gehe nach Hause und weiß, dass ich von vorne anfangen muss, wenn ich diesen Mann verstehen will.“ Wenn ein solcher Gedanke – nämlich mit der Beurteilung Dr. von Guddens neu anfangen zu müssen – auch dem einen oder anderen nach dem Besuch der Ausstellung in Benediktbeuern und Prien durch den Kopf gegangen ist und künftig auch im Psychiatriemuseum Wasserburg beschäftigen wird, dann hätte sich die umfangreiche Arbeit an dieser Ausstellung gelohnt und ihren Zweck erfüllt.

Juli 2015
Alfons Schweiggert

Weiterführende Artikel zum Thema:

Ausstellung in Benediktbeuern: Dr. Bernhard von Gudden – Der Mann, der mit Ludwig II. starb

Bericht über die Ausstellung „Dr. Bernhard von Gudden, der Gutachter König Ludwigs II.“

Buchbesprechung:

Der Mann, der mit Ludwig II. starb

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Bericht über die Ausstellung „Dr. Bernhard von Gudden, der Gutachter König Ludwigs II.“

By admin - Last updated: Donnerstag, Mai 29, 2014

Königsmörder oder Opfer?

Ausstellung im Maierhof des Klosters Benediktbeuern zeigt Bernhard von Gudden den Psychiater, der Ludwig II. für geisteskrank erklärte.

Abgüsse

Ein Blick in die Ausstellung: Abgüsse der rechten Hand des Königs, dessen Totenmaske und jene von Dr. Gudden

Benediktbeuern: Am 13. Juni 1886 starben König Ludwig II. und Bernhard von Gudden im Starnberger See. Der Psychiater hatte den Monarchen zuvor in einem Gutachten für geisteskrank erklärt. Bis heute ist ungeklärt, was damals geschah. König Ludwig II. wurde kurz darauf zur Kultperson, Gudden dagegen verunglimpft. Die Vorwürfe reichen bis zur Unterstellung, er sei der Mörder des Königs. Mehr weiß die breite Öffentlichkeit über den Psychiater Dr. Bernhard von Gudden bis heute nicht.

Zum ersten Mal überhaupt ist nun die ganze Lebensgeschichte Bernhard von Guddens wissenschaftlich aufgearbeitet worden. Eine umfangreiche Ausstellung im Heimatinformationszentrum des Bezirks Oberbayern im Kloster Benediktbeuern zeigt Guddens epochale Leistung im Bereich der Hirnforschung und deren Bedeutung bis heute.

Alfons Schweiggert, Historiker und Buchautor, sieht Gudden als Teil einer großen Entmündigungsmaschinerie, die König Ludwig II. seinerzeit entmachten wollte.

Zur Vernissage, am Donnerstag den 15. Mai 2014, waren um die 100 Leute gekommen. Nicht nur Historiker waren gekommen sondern auch Mediziner (Psychiater), noch aktive und auch bereits pensionierte.

Grußworte

Grußworte wurden gesprochen von Josef Mederer (am Pult), Walter Leicht (2. von rechts), Prof. Dr. Hans Förstl (ganz rechts), Dr. Norbert Göttler (ganz links) und Dr. Wolfgang Gudden (nicht auf dem Bild).

Grußworte wurden gesprochen von Josef Mederer, Bezirkstagspräsident des Bezirks Oberbayern; Walter Leicht, Direktor des Städtischen Museums Rosenheim; Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München, Klinikum rechts der Isar, Dr. Norbert Göttler, Fachberatung Heimatpflege, und Dr. Wolfgang Gudden, der Ururenkel Bernhard von Guddens.

Die Eröffnungsrede hielt Alfons Schweiggert, aus dessen Rede ich das Zitat „Psychiatrie, Politik, Polizei – diese Vernetzung ist auch heute noch aktuell“ in Erinnerung behalten habe. Es ist sicherlich eine Anspielung auf den aktuellen fall Mollath.

Dr. Leicht erzählte die spannende Geschichte wie die Ausstellung, nach dem sensationellen Fund der Totenmaske Guddens, zustande gekommen ist.

Alfons Schweiggert

Alfons Schweiggert, Kurator der Ausstellung

Professor Dr. Hans Förstl ist der Meinung: „Gudden hätte den König sehr gut therapieren können.“ Ludwig wäre ein guter Patient gewesen. Hätten die beiden Männer nicht den abendlichen Spaziergang am Starnberger See unternommen, wäre Guddens Karriere nicht zu Ende gewesen. Diesen müsse man dahin gehend bewerten, dass es dem Psychiater darum gegangen sei, ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis aufzubauen – zur damaligen Zeit etwas ganz Neues.

Nachdem alle Reden beendet waren gab es etwas zu trinken und zu knabbern und alle blieben noch ca. 2 Stunden im angeregten Gespräch zusammen. Obwohl es eine Gudden Ausstellung war, war Ludwig II. ständig präsent. Nur einige Stimmen meinten kritisierend: „Will man Dr. Gudden jetzt einen Heiligenschein umhängen?“ Die meisten waren von der Ausstellung „regelrecht euphorisiert“, wie der Bayerische Rundfunk meldete. Die „äußerst beeindruckende Schau“ sei „hervorragend recherchiert und unbedingt sehenswert“.

Wer die Ausstellung besucht, sollte Zeit mitbringen, denn die 80 Texttafeln sind umfangreich. Zentrales Ausstellungsstück ist Bernhard von Guddens Totenmaske, die bislang im Städtischen Museum Rosenheim unerkannt im Depot lagerte. Auf der Maske sieht man noch die Verletzungen, mit denen der Tote gefunden wurde. Daneben liegt eine Replik der Totenmaske Ludwigs II.

Erschienen ist auch ein spannendes Begleitbuch mit vielen interessanten Bildern und Aufsätzen.

Blick in die Ausstellung

Blick in die Ausstellung

Die Ausstellung ist empfehlenswert und kurzweilig. König Ludwig Verehrer, Anhänger und Freunde sollten sie nicht versäumen.

© Text & Fotos: Erich Adami, Mai 2014

Weiterführende Links zu bisherigen Presseveröffentlichungen:

Süddeutsche Zeitung: „Opfer oder Täter?“ (28./29.05.2014)
http://www.sueddeutsche.de

BR – Bayerisches Fernsehen: „Das Geheimnis des Dr. Gudden“ (27.05.2014)
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/abendschau/ausstellung-gudden-benediktbeuern-100.html

Merkur-Online: „Der König wäre ein sehr guter Patient gewesen“ (26.05.2014)
http://www.merkur-online.de/lokales/bad-toelz/benediktbeuern/der-koenig-waere-sehr-guter-patient-gewesen-3560816.html

Bayern 1 – Radio: „Psychiater Ludwigs II.: Ausstellung versucht Ehrenrettung“ (19.05.2014)
http://www.br.de/radio/bayern1/

Münchner Merkur: „Königsmörder – oder Opfer?“ (16.05.2014)
http://www.merkur-online.de

Passauer Neue Presse: „Wer ertrank da mit dem Kini?“ (16.05.2014)
http://www.pnp.de

Ruhr Nachrichten: „Ausstellung über Psychiater von Ludwig II.“ (15.05.2014)
http://www.ruhrnachrichten.de/leben-und-erleben/kulturwelt/aktuelles/Ausstellung-ueber-Psychiater-von-Ludwig-II;art617,2362896

Süddeutsche Zeitung: „Feind der Königstreuen“ (15.05.2014)
http://www.sueddeutsche.de/bayern/ausstellung-ueber-psychiater-von-ludwig-ii-feind-der-koenigstreuen-1.1964703

BR – Bayerisches Fernsehen: „Gudden-Ausstellung in Benediktbeuern“ (15.05.2014)
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/oberbayern/gudden-ausstellung-benediktbeuern-100.html

Presse aktuell der Stadt Siegburg: „Der Psychiater, der mit dem Märchenkönig starb“ (14.05.2014)
http://www.siegburg.de/stadt/aktuell/kultur/nachrichten/der-psychiater-der-mit-dem-maerchenkoenig-starb/index.html

Mittelbayerische: „Der Psychiater des Märchenkönigs“ (12.05.2014)
http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/der-psychiater-des-maerchenkoenigs/1060166/der-psychiater-des-maerchenkoenigs.html

Die Welt: „Der Mann an Ludwigs Seite“ (12.05.2014)
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_muenchen/article127889478/Der-Mann-an-Ludwigs-Seite.html

Wochenanzeiger München: „Des Königs Gutachter in anderem Licht“ (07.05.2014):
http://www.wochenanzeiger-muenchen.de/m%C3%BCnchen/vereine+%26+geschichte/nachrichten/Des+K%C3%B6nigs+Gutachter+in+anderem+Licht,64307.html

Abendzeitung: „Der Mann, der mit dem Märchenkönig im Starnberger See endete“ (01.05.2014)
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.koenig-ludwig-ii-und-bernhard-von-gudden-der-mann-der-mit-dem-maerchenkoenig-im-starnberger-see-endete.3c5dab94-78f6-44e2-977a-58d8e17e054f.html

Isarbote: „Die erste Ausstellung über Dr. Bernhard von Gudden, den Psychiater, der mit König Ludwig II. starb“ (01.05.2014)
http://www.isarbote.de/kunst_-_kult/ausstellungen/ausstellungen.html

Oide Wiesn.de: „Der Mann, der mit König Ludwig II. starb“ (01.05.2014)
http://www.oide-wiesn.de/content/literatur/buchempfehlungen/der-mann_-der-mit-koenig-ludwig-ii_-starb_.html

Münchner Turmschreiber: „Dr. Bernhard von Gudden, der Gutachter König Ludwigs II.“ (01.05.2014)
http://www.muenchner-turmschreiber.de/index.php?id=54&tx_ttnews[tt_news]=35&cHash=068698726c90da623e8939185973600d

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iPhone-App: Ludwig II. – Auf den Spuren des Märchenkönigs

By admin - Last updated: Sonntag, Mai 4, 2014

Anlässlich der 125. Wiederkehr des Todestages König Ludwig II. fand 2011 die große Bayerische Landesausstellung im Schloss Herrenchiemsee statt (Ludwigiana berichtete ausführlich). Aus diesem Anlass erschienen zahlreiche Bücher, Neuauflagen, Bildbände, aber auch Neuerscheinungen mit bisher unveröffentlichten Informationen.

Am 26.09.2011 wurde eine App (Software zur Nutzung auf einem Smartphone) von der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen (BSV) eingeführt. Die App enthält umfangreiches Material aus den digitalisierten Beständen der BSB und aus dem BSV-Bestand – darunter Bilder, Briefe, Karten und vieles mehr.

Im Gegensatz zu den Büchern ist das Material multimedial abrufbar; darunter sind Audio-Beiträge, über 40 Videos (jeweils ca. 90 Sekunden), Zeitzeugen-Interviews und –Berichte enthalten. Die mehr als 400 Bilder – jeweils mit ausführlichen Informationen – lassen sich mit den üblichen Fingergesten „wischen“. Darüber hinaus sind die Gebäude (auch inzwischen nicht mehr bestehende, wie z. B. der Wintergarten auf der Münchener Residenz) dargestellt. Viele Ansichten lassen sich als 360-Grad-Panorama vor Ort (mithilfe von Kompass und GPS) oder themenbezogen abrufen.

Durch die Integration von Google-Maps lassen sich orts- und kontextbezogene Informationen an Ort und Stelle darstellen – dies auch live durch ein Kamerabild, wenn man sich mit dem Sucher umsieht. Eine sehr schöne interaktive Variante der Spurensuche. Dazu gibt es die Listenansicht zur konkreten Suche.

Auch in den Schlössern selbst hilft die App mit Informationen weiter: durch einen Blick durch das Smartphone auf die Eintrittskarten von Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee lassen sich diese digital in virtuellen 3D-Simulationen darstellen. An Ausstellungsgegenständen lassen sich konkrete, weiterführende Informationen aufrufen; z. B. Originalrezepte in der Hofküche von Hohenschwangau. In Herrenchiemsee kann man sich den Stundenschlag der Planetenuhr anhören und als Klingelton installieren; hier sollte man aber aufpassen, dass man nicht verdächtigt wird, gegen das Fotografierverbot zu verstoßen! Ganz frei darf man aber ja bspw. an der Todesstelle Ludwigs am Starnberger See herausholen und dort Informationen abrufen, wie das Gudden-Gutachten.

Insgesamt werden 140 Orte mit Ludwig-Bezug behandelt, darunter 80 mit ausführlichen Informationen über Hintergründe, Baugeschichte und Gartenanlagen.

Die App enthält allerhand Informationen, darunter viele, die speziell für diese App verfasst wurden, die neben einem „Einsatz vor Ort“ auch die Recherche hinterher und/oder zur Vor- und Nachbereitung.

Diese zum Teil recht umfangreichen Angebote sind in der App gespeichert, so dass sie auch offline abrufbar sind, was den Geldbeutel schont, da vor Ort nur geringe Daten übers Internet geladen werden müssen (es empfiehlt sich also, die App zu Hause über W-LAN abzurufen).

Ein Kalender informiert darüber hinaus über historische Ereignisse aus Ludwigs Leben am jeweiligen Tag oder per Push-Nachricht.

Als ersten Eindruck empfiehlt sich ein Blick in das Youtube-Video, dass auch verschiedene Einsatzmöglichkeiten vorstellt.

Ein Wermutstropfen ist allerdings schon, dass es diese Gratis-App nicht für alle Betriebssysteme gibt! So ist die App nur für Apple iPhones im entsprechenden Shop „iTunes“ erhältlich. Informationen zu den technischen Voraussetzungen und Inhalten (und zum neuesten Update in der Version 1.3) gibt es auf der Seite bei Apple.

Ausführliche Informationen zur App finden sich bei der Bayerischen Staatsbibliothek.

(c) Michael Fuchs, Berlin

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Ausstellung in Benediktbeuern: Dr. Bernhard von Gudden – Der Mann, der mit Ludwig II. starb

By admin - Last updated: Dienstag, April 22, 2014

Johann Bernhard Aloys Gudden wurde am 7. Juni 1824 im niederrheinischen Cleve als dritter von sieben Söhnen des Gutsbesitzers und Bierbrauers Johannes Gudden und dessen Frau Bernhardine Fritzen geboren. Er studierte in Bonn (Philosophie), Berlin und Halle (Medizin). Nach seiner Promotion arbeitete er als Assistenzarzt in der Siegburger Irrenanstalt, die übrigens noch heute als „Rheinische Kliniken“ existieren. 1855 wurde Gudden – nach mehreren Tätigkeiten in verschiedenen Anstalten und einer kurzen Zeit als niedergelassener Arzt – Direktor der eben gegründeten unterfränkischen Landes-Irrenanstalt in Werneck; dort blieb er 14 Jahre. 1869 wurde Gudden Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich. Er wurde 1872 Direktor der für 250 Patienten konzipierten und neu erbauten Bezirks-Irren-Heilanstalt Burghölzli. Dort blieb er nicht lange und übernahm 1872 die Leitung der Kreisirrenanstalt Haar in München. Gudden wurde 1874 (nicht vererbbar) geadelt und führte den Titel „Königlicher Obermedizinalrat und Professor der Universität“. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, darunter drei Schwerpunkte: Beobachtung von Geisteskranken, Schädelkunde und Hirnforschung. In der wissenschaftlichen Welt genoss er großes Ansehen und galt als berühmtester deutscher Psychiater. Als Gutachter bei vielen Prozessen erarbeitete er sich einen Ruf über die Fachwelt hinaus als hervorragender Vertreter der Psychiatrie und Begründer der modernen Neuromorphologie. Er starb zusammen mit König Ludwig II. von Bayern am 13. Juni 1886.

Gerade angesichts der wissenschaftlichen Verdienste und seiner umfangreichen Erfahrungen verwundert es umso mehr, dass er sich für ein so oberflächlich begründetes und nur auf Akten und Zeugenaussagen beruhendes Gutachten zur Entmündigung des bayerischen Königs hinreißen ließ. Er diagnostizierte beim König die Krankheit „Paranoia“, als paranoide Form von Schizophrenie. Dieses Gutachten wird inhaltlich bis heute immer wieder kontrovers diskutiert als Mischung ernsthafter wissenschaftlicher Untersuchungen und politischer, geschmackloser Behandlung mit abwegigen Darstellungen.

Am 12. Juni 1886 wurde Ludwig auf Grund des Gutachtens Guddens in Gewahrsam genommen, der ihn in Schloss Berg am Starnberger See behandeln wollte. Einen Tag später wurden Gudden und Ludwig tot aufgefunden. Am König wurde eine Autopsie durchgeführt, bevor er beigesetzt wurde; den Bericht schrieb Dr. Grashey, der Schwiegersohn Guddens. Aus etwas schleierhaften Gründen wurde – im Gegensatz zu der Leiche des Königs – keine Autopsie an Dr. von Gudden durchgeführt, um die Todesursache festzustellen. Da es (offiziell) keine Zeugen gab, werden wir vermutlich nie erfahren, was wirklich geschah. Es gibt viele Theorien, einige von ihnen behaupten, dass das Ereignis das Resultat einer Verschwörung war. Entsprechend einer weiteren, beliebten Theorie wurden Ludwig und Dr. von Gudden ermordet.

Offiziell gehen die Historiker heute jedoch davon aus, dass Gudden „bei der Ausübung der für ihn selbstverständlichen Pflicht gestorben (ist), einen ihm persönlichen anvertrauten Patienten an der Verwirklichung seines Suizidplans zu hindern“.

(Bild: Dr. Bernhard von Gudden um 1870, Quelle: Wikipedia)

Wer war nun der Arzt, der mit Ludwig II. starb?

In Benediktbeuern findet vom 15. Mai bis 17. Juli 2014 die erste Ausstellung seit 128 Jahren über den Arzt, der mit König Ludwig II. am 13. Juni 1886 im Starnberger See den Tod fand, statt. Die Ausstellung zeigt das Leben dieses Mannes als:

Die Ausstellung

Die Ausstellung unter der Trägerschaft des Bezirks Oberbayern und des Städtischen Museums Rosenheim wird am 15. Mai 2014 um 19 Uhr eröffnet. Sie enthält 80 Ausstellungstafeln, einen Dokumentationsfilm und zahlreiches Bildmaterial sowie interessante Exponate, darunter die erstmals öffentlich gezeigte Totenmaske Guddens. Die Ausstellung ist in neun Abschnitte gegliedert:

  1. Biografie Bernhard von Gudden
  2. Die Psychiatrie zur Zeit Guddens
  3. Die fünf „Rollen“ Guddens: fortschrittlicher Psychiater, gewissenhafter Forscher, Pionier der Hirnforschung, humanitärer Anstaltsleiter und respektierter Hochschullehrer
  4. Die Beziehung König Ludwig II. zu Dr. Gudden von 1872 bis 1886
  5. Guddens Rolle als umstrittener Gutachter des Königs
  6. Die letzten Lebensstunden Guddens und Ludwig II.
  7. Die Totenmaske Guddens (Entstehung, Besonderheiten und Bedeutung)
  8. Die Geschehnisse nach Guddens Tod
  9. Die Ereignisse in den 128 Jahren nach Guddens Tod: die Phasen der „Verteufelung“

Jeder, der König Ludwig II. respektiert, so der Begleittext zur Ausstellung, sollte sich auch mit seinem Gutachter Dr. Gudden differenziert auseinandersetzen, dessen Leben und Wirken untersuchen und sich bemühen, die Motive und Gründe nachzuvollziehen, die diesen Psychiater 1886 dazu bewogen, das berühmt-berüchtigte Gutachten über Ludwig II. zu verfassen. Das Schicksal des Bayernkönigs – so der Text weiter – ist viel zu eng mit jenem Dr. Guddens verbunden, als dass man seinen Blick nur auf Ludwig II. richten darf, aber bei der Beurteilung des Arztes, der ihn diagnostizierte, lediglich die hinlänglich bekannten Vorwürfe gegen ihn berücksichtigt.

Die Vernissage

Am Donnerstag, 15.05.2014, findet ab 19 Uhr die Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung in der Fachberatung Heimatpflege, Maierhof Beneditbeuern, Michael-Ötschmann-Weg 4, Benediktbeuern, statt. Die Grußworte halten: Josef Mederer, Bezirkstagspräsident Bezirk Oberbayern, Walter Leicht, Direktor des Städtischen Museums Rosenheim, Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München, Klinikum rechts der Isar, Dr. Wolfgang Gudden, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin. Der Kurator der Ausstellung, Alfons Schweiggert, wird die Eröffnungsrede halten.

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung

Neben den Exponaten und Informationen bietet die Ausstellung mehrere Begleitveranstaltungen an:

Montag, 02.06.2014, 19 Uhr:
Prof. Dr. Adrian Danek/Michael Harles
„Dr. Bernhard von Gudden, Pionier der Hinforschung und Nervenarzt König Ludwig II.“
Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1

Freitag, 13.06.2014, 13 Uhr Führung, 15 Uhr Vortrag
Dr. Wolfgang Gudden
„Dr. Bernhard von Guddens Verdienste um die psychiatrische Pflege“
Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern, Michael-Ötschmann-Weg 4, Benediktbeuern

Dienstag, 24.06.2014, 19:30 Uhr
Prof. Dr. Reinhard Steinberg
„Dr. Bernhard von Gudden, Bayerns umstrittenster Psychiater“
Geschlossene Veranstaltung

Dienstag, 24.06.2014, 18 Uhr
Alfons Schweiggert/Prof. Dr. Reinhard Steinberg
„Gespräch mit Diskussion zur Ausstellung“
Kloster Benediktbeuern

Mittwoch, 02.07.2014, 19:30 Uhr
Prof. Dr. Hans Förstl
„Dr. Bernhard von Gudden und Ludwig II. – Beispiel eines schwierigen Arzt-Patient-Verhältnisses“
Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1

Dienstag, 15.07.2014, 19 Uhr
Prof. Dr. Gerd Laux
„Psychiatrie im 19. Jahrhundert, Psychiatrie heute – ein Vergleich“
Fachberatung Heimatpflege des Bezirks Oberbayern, Michael-Ötschmann-Weg 4, Benediktbeuern

Information

Die Ausstellung findet statt vom 15. Mai bis 17. Juli 2014. Öffnungszeiten: Sonntags 11 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr; Sonderführungen ab 25 Personen werden nach Vereinbarung auch an anderen Tagen organsiert.

Homepage: http://fachberatung-heimatpflege.bezirk-oberbayern.de/index.phtml?NavID=379.14&La=1

Literatur

Als Begleitbuch zur Ausstellung (Katalog) wird das Buch von Alfons Schweiggert „Der Mann, der mit Ludwig II. starb“ im Husum-Verlag erscheinen.

Ein weiteres Buch zu den letzten Tagen Ludwig II. wird zur Ausstellung vom gleichen Autor in Zusammenarbeit mit Erich Adami im Münchenverlag erscheinen: „König Ludwig II.: Die letzten Tage des Königs von Bayern“.

Bereits im Jahre 2006 ist das Buch von Hanns Hippius und Reinhard Steinberg (Hrsg.) vom Springer Medien Verlag, Heidelberg, veröffentlicht worden: „Bernhard von Gudden“; es enthält auch die DVD mit dem Film von Michael Harles.

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Schlössertage Bayern 2014: Eröffnung mit Thronsimulation in Neuschwanstein

By admin - Last updated: Sonntag, April 6, 2014

Im Jahr 2014 feiern wir gleich mehrere Jubiläen: König Ludwig II. hat vor 150 Jahren den Thron bestiegen. Der ‚Märchenkönig‘, wie Ludwig II. auch genannt wird, ist uns bis heute vor allem als leidenschaftlicher Schlossbauherr im Gedächtnis. Er hat sich unter anderem mit dem Bau von Neuschwanstein und Herrenchiemsee ein Denkmal gesetzt.

Auch das Schloss Nymphenburg feiert dieses Jahr einen besonderen Jahrestag: Schon vor 350 Jahren wurde nach Plänen von Agostino Barelli mit dessen Errichtung begonnen. Außerdem begehen wir den 200. Todestag von Graf von Rumford, der den Englischen Garten München maßgeblich geprägt hat. Der Englische Garten selbst wird 225 Jahre alt. Zu all diesen Anlässen wird es 2014 spezielle Festtage in Schloss Linderhof, Schloss Nymphenburg und im Englischen Garten geben.“

Mit diesen Grußworten eröffnete der Bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, die Bayerischen Schlössertage 2014.

Die einzelnen Veranstaltungen in der Reihe finden Sie im Internet auf der Seite der Bayerischen Schlösserverwaltung und dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen.

Als Auftakt der Reihe wurde das besucherstärkste Schloss in Bayern ausgewählt: der bayerische Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger eröffnete die kostenfreien Schlössertage am 28.03.2014 in Schloss Neuschwanstein. Die Besucher erleben im Rahmen der kostenfreien Schlössertage die staatlichen Schlösser, Burgen und Residenzen mit ihrem reichhaltigen, kunsthistorisch wertvollen Inventar bei speziellen Führungen in einem völlig neuen „Schlossgefühl“, stellte Hintersberger fest.

Das Schloss selbst wurde ja – wie alle Schlösser Ludwigs – nicht vollendet, da er immer wieder Änderungen am Bau und seinen Entwürfen vornahm. So ist auch der eigentliche Thron im Thronsaal nie aufgestellt worden. Es gibt allerdings verschiedene Entwürfe, die aber immer wieder verworfen wurden; wenn auch am Schloss nachträglich noch Bauten ausgeführt wurden (z. B. die Kemenate), so blieb der Thronsaal unvollständig – selbst der Kronleuchter wurde erst nach Ludwigs Tod 1904 eingefügt (siehe auch: http://www.ludwigiana.de/2012/12/neuschwanstein-thronsaal-ohne-leuchter/).

Ende März 2014 wurde nun eine recht plastisch wirkende zweidimensionale Reproduktion des Thronentwurfs von Julius Hofmann von 1884 in einer Höhe von zwei Metern und einer Breite von 80 cm aufgestellt (siehe Abbildungen: „Enthüllung durch Herrn Staatssekretär Johannes Hintersberger und dem Präsidenten der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Bernd Schreiber“). Der Thron dürfte für Ludwig sicher etwas zu klein gewesen sein – auch fehlt der in Hofmanns Entwurf enthaltene Baldachin. Es ist aber immerhin ein ungefährer Eindruck, wie der Thronsaal mit Thron ausgehen haben könnte.

Der Staatssekretär kündigte bei der Gelegenheit auch eine Sanierung der Prunkräume im Innern des Schlosses mit Kosten von ca. fünf Millionen Euro an.

Die weiteren Stationen in diesem Jahr sind die Orangerie im Hofgarten in Ansbach (23.5.), die Burg Prunn im Altmühltal (27.6.), die Kaiserburg Nürnberg (19.7.), Schloss Veitshöchheim (25.7.), Schloss Linderhof (26.9.) und Schloss Ehrenburg in Coburg (10.10.) zum Abschluss.

Zur weiterführenden Lektüre empfehlen wir – neben den aktuellen Schlossbegleithefte (http://www.neuschwanstein.de/deutsch/service/publik.htm):

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