Ausstellungshinweis: „Königsschlösser und Fabriken – LUDWIG II. und die Architektur“ (26 . September 2018 – 13. Januar 2019)

By admin - Last updated: Donnerstag, August 30, 2018
Die Ausstellung „Königsschlösser und Fabriken – Ludwig II. und die Architektur“ ist der zentrale Beitrag des Architekturmuseums der TUM zum 150-jährigen Jubiläum der Technischen Universität München. Erstmals in einer Ausstellung wird die gesamte Spannweite der Architektur – und Bautätigkeit unter der Ägide des Hochschulgründers Ludwig II. von Bayern (1864–1886) vorgestellt. Seine Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee sind das weltbekannte Symbol einer sehr persönlichen, visionären Architekturauffassung. Aber der einzigartige Erfolg der Königsschlösser hat die fundierte Betrachtung der anderen Bauaufgaben lange überstrahlt. Die Ausstellung widmet sich nun ganz ausführlich der öffentlichen und privaten Bautätigkeit im Königreich Bayern in dieser Zeit, die von der Industrialisierung, zwei Kriegen und der Reichsgründung geprägt war.

Dazu zählen so prominente Gebäude wie das Münchner Rathaus von Georg von Hauberrisser, die Münchner Akademie der Bildenden Künste von Gottfried Neureuther und das Bayreuther Festspielhaus von Otto Brückwald. Aber auch weniger bekannte, zugleich architektur – und kulturgeschichtlich bedeutende Bauten wie die Fabriken des Augsburger Textilviertels, die Synagogen in München und Nürnberg oder die ephemeren Architekturen für die bayerischen Industrieausstellungen, die unter Ludwig II. eine erste Blüte erfuhren, werden in der Ausstellung gezeigt. Durch die Darstellung der gesamten Breite der Bauaufgaben seiner Epoche soll die klischeehafte Vorstellung, dass der als „Märchenkönig“ verklärte Ludwig II. an den technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Problemen seiner Zeit desinteressiert gewesen sei, kritisch hinterfragt und sein Einfluss darauf besser verstanden werden.

Die von Katrin Bäumler kuratierte Ausstellung präsentiert überwiegend originale Zeichnungen, Pläne, Fotografien und Modelle von über 25 nationalen und internationalen Leihgebern, darunter selten gezeigte Objekte, wie Entwürfe zu den Königsschlössern aus den Beständen der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, des Wittelsbacher Ausgleichsfonds und des Geheimen Hausarchivs. Vorgestellt wird zudem eine vielfältige Auswahl aus der Sammlung des Architekturmuseums der TUM, so etwa die Zeichnungen Gottfried Sempers für das von Ludwig II. für München projektierte Richard-Wagner-Festspielhaus. Diese vermachte der Monarch der Architekturfakultät zur Gründung der Polytechnischen Schule und legte damit den Grundstein des heutigen Architekturmuseums der TUM. Die gegenwärtige Präsenz der zahlreich erhaltenen Bauten aus dieser Zeit wird über eine eigens beauftragte Serie von Fotografien von Ulrike Myrzik anschaulich.

Die Ausstellungsarchitektur wurde von Studio Weave in London entworfen und greift im Zusammenspiel mit der Ausstellungsgrafik von Hannes Aechter Elemente der von Ludwig II. begeistert rezipierten Weltausstellungen auf, die nach jüngsten Forschungen eine Schlüsselrolle für die Interpretation der Königsschlösser spielen. Ein von Klara Bindl und Maike Backhaus konzipierter Kinderparcours soll die Ausstellungsinhalte spielerisch den jüngeren Besuchern vermitteln. In Kindern vorbehaltenen Stationen können Flyer entdeckt werden, die sich wahlweise zu einer Krone oder einem Booklet zusammenstellen lassen.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch großzügige Förderung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne, dem Förderverein des Architekturmuseums der TU München, der Kulturstiftung der Länder sowie von Baywobau, der Büschl Unternehmensgruppe, Jobst Kayser-Eichberg und der Bayerischen Architektenkammer.


Ausstellungsteam
Andres Lepik | Direktor
Katrin Bäumler | Kuratorin
Ulrike Myrzik | Fotografien
Studio Weave
London (Je Ahn, Klara Bindl,
Esther Escribano) | Ausstellungsarchitektur
Hannes Aechter | Ausstellungsgrafik
Klara Bindl und Maike Backhaus | Kinderparcours

Katalog
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Ausgabe mit Fotografien von Ulrike Myrzik. Essays und Überblicksdarstellungen zu den Bauaufgaben der damaligen Zeit geben Einblicke in die Vielfalt der damaligen Baukultur und rücken die Rolle Ludwigs II. für die Bautätigkeit seiner Zeit zugleich in eine neue Perspektive.
Birkhäuser Verlag 39,95 € | 320 Seiten, ca. 200 Abbildungen
Hrsg. von Andres Lepik und Katrin Bäumler | Mit Beiträgen von Vera Simone Bader, Peter H. Christensen, Gabriella Cianciolo Cosentino, Dietrich Erben, Regine Hess, Sabine Heym, Ulrich
Pohlmann, Alexander Rauch, Uwe Gerd Schatz, Robert Stalla, Eva-Maria Troelenberg und Thomas Weidner.
Der Katalog wurde durch die Ernst von Siemens Kunststiftung gefördert.

Internet-Links:
Architekturmuseum der TU München
Zur Ausstellung „Königsschlösser und Fabriken“
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Prof. Dr. Hirzinger: „Über die gebauten und nicht mehr realisierten Träume Ludwigs II.“

By mifu - Last updated: Dienstag, Mai 1, 2012

Am 29. April 2012 fand im „Museum der bayerischen Könige“ ein Museumsrundgang und Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Hirzinger, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik, Oberpfaffenhofen „Über die gebauten und nicht mehr realisierten Träume Ludwigs II.“ statt.

Nicht nur die drei Schlösser, die der Märchenkönig wirklich gebaut hat und die man über moderne Methoden der Sensorik und Robotik fotorealistisch in der 3D -Computergrafik „begehen“ kann, finden heute großes Interesse, sondern vor allem auch die Bau- und Technologie-Projekte, die entweder nicht mehr existieren oder nie realisiert wurden, wie der Wintergarten über der Münchner Residenz, der Seilbahnflug über den Alpsee oder die Visionen von Burg Falkenstein bzw. dem chinesischen und byzantinischen Palast.

Das Museum ist bis zum 30.09.2012 täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

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Des Königs Mann im 21. Jahrhundert

By mifu - Last updated: Sonntag, Mai 8, 2011

Die Augsburger Allgemeine schreibt am 06.05.2011 über den „Magier des Königs“: Gerd Hirzinger vom Institut für Robotik und Mechatronik, der sonst Roboter baut: Ludwig war ein 3D-Freak…

„Aber er war kein Spinner“, betont Hirzinger. Vielmehr sei er seiner Zeit sehr oft voraus gewesen. Sogar wenn er des Nachts in einem Rokoko-Prunkschlitten durch das winterliche Allgäu fuhr. Die dekorative Krone auf dem Schlitten hatte bereits eine elektrische Beleuchtung. Dabei war die Glühbirne damals – 1879 – noch gar nicht offiziell erfunden. Thomas A. Edison kam erst ein Jahr später damit groß heraus.

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Neuschwansteins Technik

By mifu - Last updated: Dienstag, November 2, 2010

Auch wenn der Reutlinger General-Anzeiger in einem Artikel vom 31.10.2010 das seinerzeit doch recht morderne Schloss Neuschwanstein als mit einem „altmodischen Aussehen“ bezeichnet, so berichtet er dennoch über die „modernste Technik“:

Es gab viele Extras, die damals längst nicht jeder hatte – zum Beispiel warmes Wasser aus der Leitung, eine Toilette mit Wasserspülung und ein zentrales Heizungssystem, das die Räume des Schlosses mit warmer Luft versorgte.

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Neuschwanstein: Mit der LED-Beleuchtung Schritt in das 21. Jahrhundert

By mifu - Last updated: Sonntag, März 14, 2010

Immer wieder wird nach besten Kräften versucht, Schloss Neuschwanstein instand zu halten und technisch zu verbessern. Die österreichische Firma Zumtobel berichet nun von neuen Leuchten im Thronsaal:

König Ludwig II. wäre begeistert! Der Monarch, der technischen Neuerungen gegenüber immer sehr aufgeschlossen war, realisierte auch beim Bau von Schloss Neuschwanstein im 19. Jahrhundert viele technische Sensationen. Diese, aber vor allem die hochwertige künstlerische Ausstattung der Prunkräume, werden nun mit LED-Licht von Zumtobel effizient und vor allem schonend akzentuiert. So funkeln das LED-Lichtsystem Supersystem und die LED-Strahler Tempura seit kurzem im prächtigen Thronsaal.

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