Bayerns unglücklichster König – Otto I., der Bruder Ludwigs II.

By admin - Last updated: Mittwoch, Januar 20, 2016
Alfons Schweiggert: Bayerns unglücklichster König

Alfons Schweiggert: Bayerns unglücklichster König

Bayerns unglücklichster König
Otto I., der Bruder Ludwigs II.
Alfons Schweiggert
Verlag Sankt Michaelsbund, München 2015
ISBN 978-3943135664
288 Seiten, 19,90 EUR

Bereits 1992 veröffentlichte der emsige Autor Alfons Schweiggert ein 159-seitiges Bändchen zum „Schattenkönig – Otto der Bruder König Ludwig II. von Bayern – ein Lebensbild“. Nachdem er sich inzwischen mit der Psychopathologie Ludwigs intensiv beschäftigt hat und den Arzt Dr. Bernhard von Gudden vorstellte, publizierte der Autor ein Buch über Gudden und war Kurator einer Ausstellung in Benediktbeuern. So ist es nur folgerichtig, mit der Herausgabe eines neuen Buches „dem Schattenkönig Otto I. mit diesem spannenden Lebensbild ein ergreifendes Denkmal“ zu setzen.

Der Autor

Alfons Schweiggert veröffentlichte vielbeachtete Bücher über König Ludwig II., u.a. „Der Kronprinz. Kindheit und Jugend Ludwigs II.“ (1985); „Ludwig II. Seine triumphale Frankenreise“ (2011); „Die letzten Tage König Ludwigs II. von Bayern“ (2014); „Dr. Bern-hard von Gudden, der Gutachter Ludwigs II.“ (2014). Seine Bücher sind immer hervorragend recherchiert und in einem Stil geschrieben der gleichzeitig spannend aber auch lehrreich ist. Es geht ihm beim Schreiben immer darum den Leser mit seinen Sachbüchern so zu faszinieren, dass dieser sie gerne liest, wie einen spannenden Roman.

Das Buch

Das Buch im Format 14,4 x 21,3 cm ist gut aufgemacht. Neben einem Textteil befinden sich in der Mitte 16 thematisch geordnete Bildseiten in schwarz/weiß und auch in Farbe. Einige noch nie veröffentlichte Portraits des verrückten Königs sind dort zu finden. Das umfangreiche Inhaltsverzeichnis zeigt, dass die einzelnen Kapitel und Unterkapitel kurzgehalten sind, was dem Lesefluss sehr zuträglich ist. Eine Zeittafel am Schluss des Buches lässt das Leben von Otto I. noch einmal in Kurzform am Leser vorüberziehen. Ganz selbstverständlich gehören zu einem guten Sachbuch ein Literaturverzeichnis, ein Nachweis der Bilder und ein Personenregister. Für die Fachleute ganz wichtig sind die Fußnoten, die immer wieder die Quellen angeben aus denen Schweiggert geschöpft hat.

König Otto I. von Bayern

In der Aufzählung der bayerischen Könige wird Otto zumeist regelrecht vergessen oder gar mit seinem Onkel, König Otto I. von Griechenland (1815-1867), verwechselt. Er verkümmert zur Randnotiz in Bayerns Geschichte, siechte er doch mehr als die Hälfte seines Lebens, an einer unheimlichen Geisteskrankheit leidend, in Schloss Fürsten-ried dahin, ohne auch nur eine Stunde lang zu regieren. Er starb mit 68 Jahren. Seine Regierungszeit war immerhin die längste eines bayerischen Königs. Sie ging von 1886 bis 1916, also 30 Jahre.

Der Inhalt

König Ludwig II. von Bayern kennt alle Welt. Tausende Bücher, Artikel und Aufsätze wurden über ihn veröffentlicht. Über seinen Bruder Otto ist nur wenig bekannt. Alfons Schweiggert selbst hat im Jahre 1992 schon einmal ein Buch über Otto I. veröffentlicht, das den Titel „Schattenkönig“ trägt. 1999 hat der Autor Wolfgang Müller in einem Buch diesem König einen längeren Artikel gewidmet. Die nun vorliegende neue Biographie geht aber viel weiter. Sie beschreibt in chronologischer Reihenfolge Prinz Ottos Kindheit und seine Jugendjahre. Dann befasst sich Schweiggert sehr ausführlich über die Krankheit des bayerischen Königs und das in einer Genauigkeit die fasziniert und erstaunt. Dies alles wurde bisher unter Verschluss gehalten und noch niemals so zusammenhängend der Öffentlichkeit präsentiert. Dann befasst sich der Autor mit dem Thema: Warum wurde Prinz Otto König, obwohl er doch verrückt war? Die meiste Zeit verbrachte der verrückte König hinter verschlossenen Türen, zuletzt als „Einsiedler von Fürstenried“. In einem weiteren Kapitel wird der Tod von König Otto thematisiert, der im Jahre 1916 eingetreten ist. In dem Kapitel „König Otto I., der vergessene König“ befasst sich Schweiggert mit den vielen Gerüchten und seltsamen Geschichten um König Otto. Diese sind mindestens genauso spannend wie die über König Ludwig II. Seit dem Tod dieses Königs haben sich viele Psychiater Gedanken über die Krankheit Ottos gemacht und lange Abhandlungen geschrieben. Auch diese werden ausführlich dargestellt. Im letzten Kapitel, mit Epilog betitelt, geht der Autor auf Suche nach des Spuren König Ottos I., welche in Bayern noch zu finden sind.

Resümee

Es wurde Zeit, dass dieses Buch geschrieben wurde. Wer König Ludwig II. verstehen will, muss auch das Leben und Schicksal seines Bruders kennen. Beide waren ein Leben lang enger miteinander verbunden, wie bisher angenommen wurde. Die Einblicke, die das Buch in das tragische Schicksal Ottos gewährt, lässt so manche Verhaltensweisen und Aktivitäten Ludwigs II. besser verstehen. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

Die Ausstellung

Zu seinem Buch über den Arzt Dr. Bernhard von Gudden gab es in Benediktbeuern und in Prien eine von ihm selbst zusammengestellte sehr erfolgreiche Ausstellung. Auch zu dem vorliegenden Buch über König Otto I. von Bayern hat Alfons Schweiggert eine Ausstellung zusammengestellt die im Sommer ebenfalls in Benediktbeuern zu sehen sein wird. Darauf darf man sicherlich gespannt sein, denn über diesen relativ unbekannten bayerischen König hat man sich noch niemals die Mühe gemacht, ihn der bayerischen Bevölkerung näher zu bringen. Das hat einen ganz einfachen Grund – Otto I. war verrückt. Die Ausstellung wird vom 12. Mai 2016 bis zum 12. Juli 2016 in Benediktbeuern zu sehen sein.

(c) Erich Adami

Die Vernissage der Ausstellung findet am 12. Mai 2016 statt. Zu dieser Ausstellung haben sich bereits einige Fachleute zu Vorträgen bereit erklärt, so  Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München über „Ottos Krankheit und die Münchner Psychiatrie“, Dr. Hadumod Bußmann über „Die Beziehung Prinzessin Thereses von Bayern zu Otto“, Prof. Dr. Reinhard Steinberg, ärztl. Direktor a. D. des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie über „Ottos Erkrankung“ und Prof. Dr. Matthias M. Weber, Leiter des Historischen Archivs des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, über „König Ottos Aufenthalt in Schloss Fürstenried“.

Am 09. Juni 2016, 19:00 Uhr, findet in der Münchner Buchhandlung Lesetraum, Herzog-Wilhelm-Str. 5, die Buchpräsentation der Biographie über Otto I. statt.

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Der Mann, der mit Ludwig II. starb

By admin - Last updated: Sonntag, Juni 14, 2015

Der Mann, der mit Ludwig II. starb
Alfons Schweiggert
Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, 2014
ISBN 978-3-89876-723-1
224 Seiten, 16,95 EUR

Noch bis zum 21.06.2015 findet in Prien im Heimatmuseum am Chiemsee die Ausstellung „Psychiater und Märchenkönig – Dr. Bernhard von Gudden und Ludwig II.“ statt. Prien ist damit schon der zweite Ort, der den in Kleve am Niederrhein geborenen Psychiater mit einer Ausstellung zu Persönlichkeit und Arbeit Guddens würdigt. Zum ersten Mal wurde die von dem Schriftsteller Alfons Schweiggert betreute Ausstellung unter dem Titel „Dr. Bernhard von Gudden – der Mann, der mit Ludwig II. starb“ vom 15.05. bis 17.07.2014 in Benediktbeuern gezeigt. Das eigenständige Begleitbuch ist 2014 im Husum-Verlag erschienen.

Es gibt zweifellos Menschen, die polarisieren. Dazu gehört eindeutig der bayerische König Ludwig II. (1845-1886), der für die einen ein Träumer, ein Künstler auf dem Königsthron war. Ein ganz anderer Mensch war Bernhard Gudden, der den Lebensweg des Königs kreuzte. Für seine Kritiker hat Gudden „ein vernichtendes Urteil“ auf Grund von Aussagen „befangener medizinischer Laien“ gefällt und einen Menschen unter Druck für gänzlich unheilbar krank erklärt. Für den Arzt habe das Verlangen der bayerischen Regierung Vorrang vor der Behandlung und dem Wohl seines Patienten gehabt, so dass dieser „Verrat an seinem Beruf“ begangen habe. Für diese Kritiker ist Gudden eine „Unperson“.

Mit Zahlen von der Geburt zur Vermessung der Gehirne

In 10 Kapiteln mit einem umfangreichen Anhang beschreibt Schweiggert zunächst das Leben des Dr. Bernhard von Gudden, seine Lebensstationen von der Geburtsstadt Kleve am Niederrhein, wo er auch seine Jugend verbrachte, über Stationen des Studiums (Bonn, Halle und Berlin) bis hin zu seinen beruflichen Stationen von Siegburg über Werneck, Burghölzli und schließlich nach München.

Nach dem Lebens-Verlauf erfährt der Leser einiges über die „Psychiatrie zur Zeit Dr. Bernhard von Guddens“; vom Umgang mit Geisteskranken über die Irrenhausreform und schließlich dem recht jungen Ansatz des „No restraint“, also der Ablehnung von Zwangsmaßnahmen, der erst von seinen Zeitgenossen Ludwig Meyer und Wilhelm Griesinger in den deutschen Ländern Thema wurde. Schließlich beschreibt der Autor die „fünf Rollen des Dr. Bernhard von Gudden“ als Psychiater, Forscher, Anstaltsleiter, Lehrer und Gutachter.

Überhaupt scheint Schweiggert ein Anhänger von Zahlen zu sein, zählt er doch neben den 5 Rollen und den 10 Lebensstationen, 6 Ergebnisse der Spurensuche und 9 Theorien, wie Gudden starb, auf.

Im 19. Jahrhundert wurde ja fast alles zwanghaft gemessen, was manchmal durchaus zum Selbstzweck wurde. Jedoch wurden nur sehr wenige Zusammenhänge zwischen den Messergebnissen und der Theorie hergestellt. Nach den Befunden wurde dann deutlich, dass viele Wissenschaftler einfach nur Belege sammelten, die ihre Theorien bestätigten, ohne sie wirklich jemals zu überprüfen. Auch Gudden hat Gehirne vermessen und versucht, verschiedene Zusammenhänge zu seinen Theorien herzustellen. Zu einem Endergebnis ist er dann – in seinem letzten Fall – nicht mehr gekommen.

Der Mediziner und der König

Den Kern des Buches bilden aber die beiden Kapitel „Gudden und Ludwig“ sowie „Gudden, der umstrittene Gutachter“. Ausführlich beleuchtet Schweiggert die Beziehung der beiden zueinander, um dann die Sichtweisen der beiden aufeinander – als Gutachter und als politisch agierender König – aufzuzeigen.

Wichtig ist es dem Autor, die abenteuerlichen Gerüchte und Vorurteile gegen die historische Persönlichkeit Guddens als Mediziner abzuwägen. Gudden ist ja tatsächlich in eine Rollendiffusion geraten und wurde als Mitverantwortlicher für das entscheidende Gutachten zum Sündenbock. Ausführlich stellt er die Unterstützer und Mitverantwortlichen vor, wozu sicher auch die Gläubiger zählten.

So haben also sicher mehrere Personen und auch Umstände den Forscher in eine bestimmte Richtung innerhalb des „Räderwerks der Entmündigungsmaschinerie“ gedrängt. Dennoch ist er seinen Ansätzen treu geblieben, die auch heute noch – sicher modifiziert – in die moderne Psychiatrie einfließen. Dem Gutachten aus heutiger Sicht widmet Schweiggert die beiden letzten Kapitel. Er zeigt „Urteile über das Gutachten“ ebenso auf, wie die „diagnostischen Konzepte über Ludwig II. von 1886 bis 2014“.

Das Gutachten

Das Gutachten selbst ist im Anhang abgedruckt. Leider fehlen hier die 21 Bögen, die die eigentlichen Argumente für das Gutachten lieferten. Darunter der sehr selten veröffentlichte Bogen 16, der die Homosexualität – also die „anormalen geschlechtlichen Beziehungen“ Ludwigs – thematisierte. Der Autor führt die gleichgeschlechtliche Liebe fälschlicherweise als „nicht ausdrücklich erwähnt“ auf – es ist jedoch ausdrücklich von einer „Vorliebe für Leute ohne Bildung“ und einer „Abneigung gegen das weibliche Geschlecht“ die Rede. Der Begriff „Homosexualität“ setzte sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts (Magnus Hirschfeld berichtet 1914 darüber) durch.

Diese Beziehungen waren eine der neun Theorien, die letztlich die Befunde zum Gutachten lieferten. Auf Seite 88 führt der Autor die Befunde in einer der sehr aufschlussreichen Tabellen an:

Es sind nicht alle Bögen des Gudden-Gutachtens im Buch enthalten, da hierzu – wie Schweiggert erläutert – „dann aber eine ausführliche Analyse erforderlich gewesen [wäre], welche Teile der Zieglerschen Aussagen Gudden in seinem Gutachten ausgewählt hat. Das aber hätte den Umfang des Buches sicher gesprengt und leicht zur Verwirrung beigetragen.“ Alle Protokolle und Bögen des Gutachtens finden sich aber unter anderem in „Kommission für bayerische Landesgeschichte: König Ludwig II. von Bayern. Krankheit, Krise und Entmachtung. Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 2011. Band 74 [Heft 2], München 2011“.

Erstmals in der Ausstellung zu sehen war die Totenmaske Guddens, die in einer Obstkiste in einer Ecke des Rosenheimer Museumsarchiv gefunden wurde. Dieser widmet Schweiggert ein ganzes Kapitel, da es „einen Blick auf sein [Guddens] Leben“ biete. Hier wird von der Entstehung der Maske, deren Weg und schließlich ihrem Fund berichtet, um schließlich noch einige „Merkmale am Leichnam Dr. Guddens“ zu schildern.

„Das Schicksal des Bayernkönigs ist viel zu eng mit jenem Dr. Guddens verbunden, als dass man seinen Blick nur auf Ludwig II. richten darf, aber den Arzt, der ihn diagnostizierte, verächtlich beiseiteschiebt. Wer dies dennoch tut, der bekundet damit, dass er sich nur halben Wahrheiten öffnen und sich mit primitiven, schnell gefassten Vorurteilen zufrieden geben will.“ antwortet Schweiggert im Vorwort seinen Kritikern und bietet all jenen, die weiteren Wahrheiten offen gegenüber stehen eine Menge Material an.

Das zeitgleich zur ersten Ausstellung erschienene Buch ist kein Katalog im herkömmlichen Sinne, dass die Exponate zeigt und erläutert. Zahlreiche Abbildungen finden sich im Mittelteil des Buches (Seiten 113-120) und erläutern den Text. Das Buch selbst ist allerdings recht schwere Kost, die aber jeder zu sich nehmen sollte, der bereit ist, sich mit dem Gutachter, dem Gutachten und den daran beteiligten Personen ernsthaft beschäftigen möchte. Zwar gibt es bereits Veröffentlichungen, die den Psychiater thematisieren (z. B. Hippius/Steinberg, 2006) – diese richten sich allerdings an ein entsprechendes Fachpublikum. Die hier vorliegende Publikation, deren Textlastigkeit nicht abschrecken sollte, beleuchtet wirklich alle Seiten zu dem umfangreichen Themenkomplex.

(c) Michael Fuchs, Berlin
Juni 2015

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König Ludwig II. – Die letzten Tage des Königs von Bayern

By admin - Last updated: Sonntag, Juni 15, 2014

 „König Ludwig II.

Die letzten Tage des Königs von Bayern“

Alfons Schweiggert / Erich Adami

München Verlag, Mai 2014

ISBN 978-3-7630-4012-4

352 Seiten, gebundene Ausgabe, 29,95 EUR

 

 

 

Bildteil 1

Bildteil 1

Das Jahr 1886 war ein bewegtes Jahr. Wir befinden uns Ende des 19. Jahrhunderts. Vor 15 Jahren wurde das Deutsche Reich nach drei Einigungskriegen gegründet. Es herrscht Frieden und zahlreiche Erfindungen erleichtern den Menschen das Leben. Johannesburg wird gegründet, Coca Cola wird ebenso wie die Würzsauce Maggi erfunden. Im Herbst meldet Carl Benz das Automobil zum Patent an und erste Autos fahren mit dem Benzinmotor. Der Papierlocher wird von Soennecken erfunden, Erdinger Weißbräu gegründet. Die Freiheitsstatue in den Vereinigten Staaten von Nordamerika wird eingeweiht. Es geht aufwärts.

Die Autoren

Die beiden bekannten Autoren Alfons Schweiggert und Erich Adami legen die Lupe auf die Ereignisse im Juni 1886 und damit – nicht nur für König-Ludwig-II.-Interessierte – eine ausführliche Chronik der Ereignisse rund um den 12. und 13. Juni vor. Am 12. Juni gelingt, vier Tage nach der Präsentation des Gutachtens der Ärztekommission um den Psychiater Dr. Bernhard von Gudden, die „Festsetzung“ des bayerischen Königs und er wird nach Schloss Berg gebracht. Am Tag darauf stirbt der abgesetzte König unter bis heute nicht restlos geklärten Umständen. Sein Onkel Luitpold wird Prinzregent von Bayern.

Aus einer „Unmenge“ von Zeugnissen, Aufzeichnungen und anderen Dokumenten, die sich die Autoren mühsam zusammensuchten, ist ein sachlich fundiertes Buch entstanden, das sich wie ein Krimi liest und dennoch rein auf Fakten basiert. Mit dem jetzt erschienenen Werk dürften die wilden Spekulationen und Gerüchte durch die fast minutiösen Details verstummen.

Es ist, als habe ein Insider ein Tagebuch geschrieben, das jetzt erst entdeckt und veröffentlicht wurde – so genau werden Ereignisse und Berichte geschildert. Gerade so detailliert genug, dass keine Fragen offen bleiben. Die Autoren verlieren sich nicht in Nebensächlichkeiten, alles hat seinen Platz: hier wissen die Autoren, was sie tun.

Eingerahmt von einer kurzen Biografie des bayerischen Königs und den „Theorien über die Königskatastrophe“ mit sage und schreibe 26 Theorien zu Ludwigs und von Guddens Tod findet sich der Leser nahtlos ein in die Königskrise, die die Autoren am 13.06.1885 beginnen lassen.

Da die „Katastrophe“ selbst nicht zu verstehen ist, ohne die Umstände, die wesentlich auch auf der (privaten) Verschuldung Ludwigs basieren, ist noch ein Kapitel über die finanzielle Situation des Herrschers vorangestellt. Als offizielle Gründe für die Absetzung Ludwig II. werden die Schulden, die unaufhörliche Bautätigkeit und die Verhaltensauffälligkeiten angeführt. Doch auch die Ängste der Familie Wittelsbach, der regierenden Minister und nicht zuletzt die Homosexualität Ludwigs werden als inoffizielle Gründe genannt.

Landkarte 1

detaillierte Landkarten weisen den Weg

Eine Chronik, ein Tagebuch

Doch steigen wir ein in das Protokoll, ein Jahr vor dem zentralen Ereignis des Jahres 1886.

Die Chronik beginnt auf den Tag genau ein Jahr vor Ludwigs Tod mit einem Bericht in einer New Yorker Zeitung, die über „ärztliches Einschreiten“ und einer „Isolierung des Königs“ berichtet.

Am 31. Mai 1886 wird von einem Brief König Wilhelms von Preußen an seinen Ministerpräsidenten Bismarck berichtet: er fragt, „wer aus dem bayerischen Ministerium wohl den Mut aufbringt, Ludwig II. mögliche Rettungswege aus dem drohenden, Untergang‘ aufzuzeigen“.

Alle Welt scheint es zu wissen, außer Ludwig selbst; aber „der König muss weg“.

Um die nun folgenden Geschehnisse zu verstehen, erfährt der Leser umfangreiche Hintergrundinformationen, die zum Teil in hervorragenden Tabellen dargestellt sind. Ab Juni 1886 ist fast jeder Tag (davon einige mit Uhrzeitangabe) behandelt.

Der Leser erfährt die Eindrücke von Augenzeugen, „aktuelle“ Berichte in der Presse, die Meinungen von Zeitgenossen und natürlich Ludwigs Positionen. Übersichtskarten erleichtern die geografische Orientierung der Orte, an denen sich die Handlungen abspielen.

Die Dokumente werden kritisch hinterfragt und ergänzt, so dass man sie auch gleich richtig nachvollziehen und einordnen kann. Es werden auch „Legenden“ offenbart und in den korrekten Kontext gestellt. Einige Augenzeugen, die zitiert werden, können oft die wirklichen Zusammenhänge nicht kennen. Sie werden originalgetreu (mit Quellenangabe) wiedergegeben, aber dann auch ggf. widerlegt.

Wenn sich die Ereignisse überschlagen – so natürlich am Pfingstsonntag, 13.06.1886 (ab Seite 143) – gibt es oft verschiedene Ansichten, Versionen der Begebenheiten. Um 24 Uhr werden der König und Dr. von Gudden für Tod erklärt.

Man hat durchgehend den Eindruck, live dabei zu sein. Der Leser ist förmlich aufgeregt und fragt sich, wie wird es weitergehen. Wer hat welche Interessen, welche Meinung zu dem Geschehen.

Landkarte 2

Erläuterungen zum Text mit Bildern und Landkarten

Fotos werden im Text nicht einfach abgebildet, sondern sind markiert und erläutert – verständlich in den Zusammenhang gebracht. So finden wir auf Seite 78 ein Bild von Neuschwanstein (leider nicht von 1886) mit den Orten im Schloss, an denen sich die „Handlung“ abspielt. Grundrisse erleichtern das Zurechtfinden innerhalb der Gebäude (S. 123). Im Mittelteil finden sich noch 78 (zum Teil farbige) ergänzende Abbildungen.

Um 0:10 Uhr des Pfingstmontag, 14.06.1886, beginnt „die Woche nach der Katastrophe“; Telegramme überschlagen sich. Die Lektüre ist ein Genuss, spannender als ein Kriminalroman!

München ist in heller Aufregung, die Minister-Delegation reist an.

Wie sieht die offizielle Darstellung der Geschehnisse aus. Immerhin konnte man sich nicht großartig absprechen und die Aussagen koordinieren. Am Ufer des Starnberger Sees finden sich wechselnde Markierungen der Fundorte. Die Leichen werden überführt, untersucht und Ludwig einbalsamiert.

Kaiser Wilhelm I. besucht die Berliner Jubiläumsausstellung und ist „von der Katastrophe ,wie zerschmettert'“. Die Zeitungen greifen das Thema auf und Gerüchte entstehen. Die Zensur versucht, das wildeste Gerede einzuschränken, einiges hält sich bis heute.

Schon am 20.06.1886 beginnt die „Trauerarbeit und Bewältigung der Krise“. Exkurse in den entscheidenden Abschnitten fassen die wesentlichen Aussagen und Theorien zusammen.

Bildteil 2

Bilder im Mittelteil des Buches

Nun beginnt das „Aufräumen“: Neuschwanstein wird inventarisiert und Verwertbares verkauft, um die verschuldete Familienkasse aufzubessern. Bereits am 1. August 1886 – 48 Tage nach Ludwigs Tod – werden die ersten Besucher eingelassen. Der Eintritt in das „Neue Schloss Hohenschwangau“ kostet 3 Mark.

Schloss Berg wird zur Besichtigung freigegeben, aber bereits am 7. Juli 1886 wieder geschlossen; weitere Legenden entstehen.

Die beiden letzten Kapitel fassen – wohl erstmals in der Literatur – alle „Theorien über die Königskatastrophe“ zusammen. Der Leser findet 26 Darstellungen zu den Ereignissen, vom Fluchtversuch Ludwigs über Selbstmord, Unfall, Mord und Totschlag ausführlich erläutert. Jedes Gerücht enthält bekanntermaßen ein Quäntchen Wahrheit. Auch dies wird berücksichtigt.

Wie starben König Ludwig und der Psychiater?

War König Ludwig II. ein Mörder und ertrank? Oder wurde er selbst ermordet? Eine Frage, die viele bis heute beschäftigt: wurde Ludwig erschossen?

Die Autoren finden auch in ihrer akribisch recherchierten wie kritischen Arbeit keine abschließende Antwort auf diese Frage: „Die aus all diesen Gründen äußerst lückenhafte und widersprüchliche Quellenlage behindert die historische Forschung seit jeher und lässt ein ganzes Spektrum mehr oder weniger plausibler Theorien zum Hergang der Königskatastrophe entstehen. (…) Der Legendenbildung sind seit Anbeginn Tür und Tor geöffnet.“

Zwar wurden die Leiche des Königs obduziert; dennoch bleiben Zweifel. Könnte eine neue Obduktion mit modernen Mitteln Aufklärung bringen? Der Psychiater Heinz Häfner wird mit seiner Aussage zitiert: „Durch Post-mortem-Befunde ist nichts Neues zu erhoffen“.

Entscheidend dürfte – so die Autoren – die Bereitstellung sämtlicher Akten und Unterlagen aus dem Wittelsbacher Hausarchiv sein. Wichtige Dokumente sollen aber vernichtet worden oder verloren gegangen sein: „Dann würde man auch in den Archiven auf keine bislang unbekannten Informationen stoßen“.

Tabellen

Tabellen mit Erläuterungen/Zusammenfassungen

In den 352 eng beschriebenen Seiten ist wahrhaft alles aufgeführt, was man bis heute nur finden kann. Franz Wittelsbach, der „Chef des Hauses“, ist äußerst skeptisch: „Was heute noch auftaucht, sind Aussagen von zweifelhafter Herkunft: Da ist die Großmutter der Tante, die dies oder jenes erzählt haben soll. Das sind aber nur Gerüchte“.

Fazit

So enden die Autoren ihr Werk mit dem Fazit: „Es ist unwahrscheinlich, dass der reale Ablauf der tödlichen Tragödie am Starnberger See noch irgendwann hieb- und stichfest geklärt werden kann.“ Alles, was nach diesem Buch noch kommen mag, dürften „abenteuerliche Theorien und verlockende Spekulationen“ sein.

Erich Adami, der sich seit seinem zwölften Lebensjahr mit König Ludwig II. beschäftigt, schreibt über sich, sein „spezielles Ziel ist es, dessen Leben chronologisch lückenlos zu erforschen und zu dokumentieren“. Mit diesem Meilenstein dürfte es Alfons Schweiggert und ihm gelungen sein, einen unschätzbaren Beitrag dazu geleistet zu haben. Selten hat ein so umfangreiches Fachwerk derart überzeugt: dieses Buch muss man gelesen haben!

Michael Fuchs, Berlin im Juni 2014

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Todestag: 13. Juni

By admin - Last updated: Donnerstag, Juni 13, 2013

Heute jährt sich wieder der Todestag König Ludwig II. von Bayern.

Die Abendzeitung München erinnert daran mit einem Artikel „Ein Kranz für den Kini“:

Die Stadt gedenkt des 127. Todestags von König Ludwig II. mit einer Kranzniederlegung am Donnerstag, 13. Juni.

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Das Programm der derzeit laufenden Veranstaltungen der König-Ludwig-Freunde finden Sie hier.

Die Süddeutsche Zeitung wartet mit einem Interview mit Christa Baumgartner als Vorsitzenden der „Vereinigung Ludwig II. Deine Treuen„, die dieses Jahr ihr 100. Bestehen feiert, auf:

Sein tragischer Tod gehört eben auch zu dieser Verehrung. Ich ärgere mich jetzt immer, wenn Werbung mit ihm gemacht wird. In Vilshofen gibt es jetzt König-Ludwig-Brot mit so einer Banderole, so etwas finde ich unmöglich. Dass Prinz Luitpolds Schlossbrauerei Kaltenberg König-Ludwig-Bier verkauft, das kann ich ja noch akzeptieren. Aber dass in seinem Namen solche Werbung gemacht wird und dass er jetzt immer Märchenkönig genannt wird, das nimmt überhand.

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Der Bayerische Rundfunk berichtet von der Feier zum 127. Jahrestag am Starnberger See:

Zum Gedenken an den „Märchenkönig“ ist ein Kranz niedergelegt worden. An die 200 Königstreue haben an der Feier teilgenommen.

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Der Privatsender Allgäuhit aus Sonthofen berichtet über die Aktivitäten in Schwangau:

Schwangauer Königsfreunde entzündeten gestern ein leuchtendes Bergfeuer – ein loderndes Kreuz – in der Felswand am Branderschrofen, oberhalb der Bergstation der Tegelbergbahn.

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„Viele Grüsse aus … Neuschwanstein“

By mifu - Last updated: Samstag, August 6, 2011

Die Berliner Zeitung veröffentlicht am 06.08.2011 in ihrer Wochenend-Ausgabe einen weiteren Beitrag in der Serie „Viele Grüße aus…“; diesmal aus Schloss Neuschwanstein.

Der Weg zum Schloss ist lang, er besteht vor allem aus Wartezeit. Wer an diesem Augusttag kein Ticket reserviert hat, erfährt, wenn er es vom Ende der Schlange bis zur Kasse geschafft hat, dass seine Führung in vier Stunden beginnt. Rund ums Ticketcenter hat sich eine Art riesiger Wartebereich entwickelt, mit Souvenirläden, Hotels und Gasthäusern. Das Schloss ist ein paar hundert Meter weg, vornehm sitzt es auf seinem grünen Hügel, als habe es nichts zu tun mit dem Gewimmel da unten. Man erreicht es mit einer halben Stunde Fußmarsch bergauf, mit der Kutsche oder dem Bus.
Auf dem Hof sind Seile gespannt, sie markieren drei Bahnen, man muss die Nummer auf seinem Ticket mit den Zahlen auf den drei elektronischen Tafeln vergleichen und sich in der richtigen Linie einreihen. Alle paar Minuten startet eine Führung.

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Tatsächlich handelt es sich wohl eher um ein Portrait des Ludwig Kirzinger; weitere Informationen zu ihm finden sich hier:

Ärzte-Zeitung, 16.01.2006

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Der Tod im See – eigentlich „aufgeklärt“

By mifu - Last updated: Samstag, Juli 16, 2011

Das Oberbayerische Volksblatt berichtet am 27.06.2011 über ein Standardwerk zu einem möglichen Verlauf der Todesumstände Ludwig II. Der Autor Wilhelm Wöbking, der sein wissenschaftliches Standardwerk zum Ableben von König Ludwig II. bereits vor 25 Jahren im Rosenheimer Verlagshaus herausbrachte, und Verleger Klaus G. Förg sehen in der Neuauflage der Dokumentation einen Beitrag zur Landesausstellung auf Herrenchiemsee

Der heute 76-jährige Autor Wöbking erhielt 1982 den wohl ungewöhnlichsten Auftrag seiner Karriere: Das Haus Wittelsbach in Person des Herzogs Albrechts und seines Sohnes Franz von Bayern baten Wöbking, den Tod ihres Vorfahren zu recherchieren und daraus eine Dokumentation zu erstellen. Der Münchener Landeskriminalbeamte nahm an – unter der Bedingung, alle Akten und Protokolle, auch erstmals jene aus dem geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher, einsehen zu können.

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„Der Tod König Ludwigs II.“ von Wilhelm Wöbking ist im Rosenheimer Verlagshaus in zweiter Auflage erschienen. Preis: 19,95 Euro, 414 Seiten, ISBN: 978-3-475-52500-1.

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Gedenken am 13. Juni 2011

By mifu - Last updated: Montag, Juni 13, 2011

Über die Gedenkveranstaltung am 13.06.2011 berichtet BR-Online (Rundschau) und der Spiegel mit vielen Bildern:

BR: 1500 Menschen kamen zur Gedenkfeier nach Berg. Ganze Trachten- und Schützenvereine rückten an. Auch die königliche Familie Bayerns war vertreten. Franz Herzog von Bayern, der Chef des Hauses Wittelsbach, saß beim Gottesdienst in der ersten Reihe.

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Spiegel: Hunderte Königstreue stehen vor der Votivkapelle in Berg am Ufer des Starnberger Sees, der Himmel an jenem sagenumwobenen Ort ist wolkenverhangen. Genau an diesem Tag vor 125 Jahren starb der legendäre Märchenkönig.

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Interview mit Heinz Häfner

By mifu - Last updated: Montag, Juni 13, 2011

Der Nachrichten-Sender ntv veröffentlicht am 13.06.2011 ein Interview mit Prof. Dr. Heinz Häfner unter dem Titel: „‚Verschwenderisch, schwul, aber nicht verrückt“Ludwig II. erregt die Bayern-Seele“:

Der Historiker Franz Merta analysierte die Gesetzgebungen Ludwigs über die gesamte Regierungszeit hinweg. Er stellte fest, dass Inhalte und Formulierungen der Befehle nicht nur von vornherein als vernünftig und nachvollziehbar zu bewerten sind, sondern dass im Laufe der Zeit eine größere systematisch Ordnung zu erkennen ist. Dies ist ein Beweis dafür, dass Ludwig erfahrener wurde im Umgang mit Gesetzen. Zudem hat er die Musikakademie und Technische Universität München gegründet. Er galt selbst als Tüftler und Bastler, er förderte moderne Technologien und viele andere kulturelle Bereiche.

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Der 125. Todestag in der Presse

By mifu - Last updated: Sonntag, Juni 12, 2011

2011 ist das Jahr der Bayerischen Landesausstellung zu König Ludwig II. – Anlass ist der 125. Todestag am 13.06. – auch 1886 beging man das christliche Fest PFINGSTEN.

Das ganze Jahr über gibt es Neu-Erscheinungen rund um das Leben und die Werke König Ludwig II. von Bayern; rund um den Todestag gibt es eine Menge an Artikeln in der Tagespresse – hier eine Auswahl:

08.06.2011 Focus Geheimbund spricht von Mord und Geschichtsfälschung Zum Artikel…
08.06.2011 Hamburger Abendblatt

Der Kini darf nicht in Frieden ruhen

Zum Artikel…
10.06.2011 Forum-Das Wochenmagazin König Ludwig – Mythos und ewiges Rätsel Zum Artikel…
10.06.2011 Neues Deutschland Es bleibt ein ewiges Rätsel Zum Artikel…
10.06.2011 Donaukurier Der verehrte Märchenkönig Zum Artikel…
11.06.2011 Rheinische Post

Tod im Starnberger See

Zum Artikel…
11.06.2011 Chiemgau24 Der ungeklärte „Fall Ludwig“ Zum Artikel…
11.06.2011 Lausitzer Rundschau Der „Kini“ – ein Mysterium für die Ewigkeit Zum Artikel…
12.06.2011 Tagesspiegel Die Geschichte: Ludwig 2.0 Zum Artikel…
 
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MainPost: Königliches Gedenken

By mifu - Last updated: Dienstag, Juni 22, 2010

Auch die MainPost berichtet über die Feierlichkeiten an der Votivkapelle am Starnberger See:

Mitglieder des Königstreuen-Vereins aus Ingolstadt stehen am Sonntag mit einer Gedenktafel an der Votivkapelle in der Nähe der oberbayerischen Ortschaft Berg (Landkreis Starnberg).

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(siehe dazu auch unsere eigenen Berichte)

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